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Dat geiht

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V4.5

Kommst auf die Welt, hast keinen gefragt. Windel voll, und alles schreit. Dat geiht! Krabbelst los, fällst hin, stehst auf. Wischst die Tränen, redest flott. Dat geiht! Mit drei geht’s los – du redest viel. Mit vier wird gezankt, mit fünf fliegst vom Stuhl. Dat geiht! Schule ist Schule, kein Zuckerschlecken. Pausenbrot fliegt – und du gleich mit. Dat geiht! Der erste Kuss? Wird heiß im Gesicht. Und dann gibt’s Rabatz. Wegrennen hilft nicht. Dat geiht! Pubertät ist wild und laut. Du schreist, Mutti schreit – und ihr habt euch trotzdem lieb. Dat geiht! Erster Job, der Wecker bellt. Chef ist mies, und nichts gefällt. Dat geiht! Eigene Wohnung – kalt und leer. Feiern nachts, der Morgen schwer. Dat geiht! Konto leer, kein Brot im Haus. Trotzdem tanzen – dat hält nich auf. Dat geiht! Hochzeit, Haus, das Kindergeschrei. Schlaflos, aber Herz dabei. Dat geiht! Windeln, Zähne, durch die Nacht. Und dann zur Arbeit – völlig platt. Dat geiht! Auto Schrott, kein Bus in Sicht. Fußmarsch, Regen – nicht geknickt. Dat geiht! Urlaub? Balkon mit Plastikbaum. Trotzdem lachen, trotzdem Traum. Dat geiht! Kind wird groß, du wirst nun lahm. Knochen knacken, doch kein Gram. Dat geiht! Enkel spricht – du sprichst zurück. Augen glänzen – großes Glück. Dat geiht! Rente kommt – doch Ruh ist nie. Noch lang keen Bock op Ruhestand. Dat geiht! Wohnmobil und Küstenwind. Straße singt – du wirst zum Kind. Dat geiht! Letzter Sommer, Blick aufs Meer. Stille im Herz, Gedanken schwer. Dat geiht!