
Kennst du die Nacht, die auf die Erde sinkt Bei hohlem Wind und schwerem Regenfall, Die Nacht, in der kein Stern vom Himmel blinkt, Kein Aug' durchdringt des Wetters dichten Wall? So finster diese Nacht, sie hat doch einen Morgen; O lege dich zur Ruh, und schlafe ohne Sorgen. Kennst du die Nacht, die auf das Leben sinkt, Wenn dich der Tod aufs letzte Lager streckt Und nah der Ruf der Ewigkeit erklingt, Dass dir der Puls in allen Adern schreckt? So finster diese Nacht, sie hat doch einen Morgen; O lege dich zur Ruh, und schlafe ohne Sorgen! Kennst du die Nacht, die auf den Geist dir sinkt, Dass er vergebens nach Erlösung schreit, Die schlangengleich sich um die Seele schlingt Und tausend Teufel ins Gehirn dir speit? O halte fern dich ihr in wachen Sorgen, Denn diese Nacht allein hat keinen Morgen!

