
[Strophe 1] Die Schaufel sticht ins Gestein hinein, sie kämpft sich durch Sand und Stein. Er gräbt ein Loch, der Boden ist karg, daneben im Staub steht ein hölzerner Sarg. [Strophe 2] Er zieht ein Tuch aus der staubigen Tasche, wischt Schweiß von der Stirn und greift zur Flasche. Er nimmt einen Schluck, blickt den Horizont entlang, dort reitet ein Fremder über den Hang. Er bricht durch das Flimmern und gleißende Licht, sein Hut wirft Schatten in sein ledriges Gesicht. [Strophe 3] Der Fremde lenkt sein Pferd zum Grubenrand, die Zügel fest in seiner Hand. Der Alte stützt sich müde auf die Schaufel, er blickt ihn aufmerksam an. Der Fremde ist ein schweigsamer Mann. Sein Poncho ist grau vom Ritt durch die Prärie, so einen wie ihn vergisst man nie. [Strophe 4] Der Fremde greift unters graue Gewand, ein Steckbrief liegt in seiner Hand. Er reicht ihn nach unten hinab, tief in die Grube, ins offene Grab. Der Alte schaut auf das Blatt im Sonnenlicht, ein Lächeln durchzieht sein Gesicht. Er kennt diese Männer aus besserer Zeit, für sie hält er fünf besondere Gräber bereit. [Refrain] Der Totengräber und der Fremde stehen am Grubenrand. Es warten fünf Gräber in Sad Hills kargem Sand. [Strophe 5] Der Alte weiß, wo man drei von ihnen finden kann, er fängt mit tiefer Stimme zu sprechen an. So manches Gerücht drang über Jahre an sein Ohr, er holt sein Wissen aus dem Gedächtnis hervor. Durch seine Trauergäste hört er so allerhand, daher sind ihm die Verstecke der drei wohlbekannt. [Strophe 6] El Viudo spielt den Gentleman, gehüllt in feinen Samt, besitzt in San Miguel den größten Saloon im Land. In Santa Ana hat Bone eine Kirche erbaut, er ist der Hirte, dem die Gemeinde vertraut. El Buitre, der Geier, so sagt man sich hier, haust hoch in den Bergen wie ein einsames Tier. Doch von Hermann und Jack fehlt jede Spur, sie bleiben verschwunden auf weiter Flur. [Strophe 7] Er reicht den Steckbrief zum Sattel hinauf, der Fremde nimmt ihn und blickt kurz darauf. Der Alte setzt sich auf den hölzernen Sarg und zeigt ein Grinsen, das er bisher verbarg. Er schaut zum Fremden mit Ernst nun empor und schlägt ihm einen Handel vor. Der Kopfgeldjäger soll die drei ihm bringen, dafür lässt er das Doppelte springen. Er will sie nicht lebend, er will ihre Leichen, nur so können sie die Rechnung begleichen. [Refrain] Der Totengräber und der Fremde stehen am Grubenrand. Es geht um Tod und Gold in Sad Hills kargem Sand. [Strophe 8] Der Fremde lauscht den Worten mit offenem Ohr, der Totengräber steht auf, streckt die Hand hervor, während er weiter spricht: "Hermann und Jack werde ich für dich finden, ihr Schicksal wird sich an das deine binden." So schlägt der Kopfgeldjäger ein, er gibt dem Pferd die Sporen. Sie jagen über Sand und Gestein. El Viudo in San Miguel soll sein erstes Opfer sein. [Refrain] Der Totengräber und der Kopfgeldjäger arbeiten Hand in Hand. Um fünf Gräber zu füllen in Sad Hills kargem Sand. [Refrain] Der Totengräber und der Kopfgeldjäger arbeiten Hand in Hand. Um fünf Gräber zu füllen in Sad Hills kargem Sand.

