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Wir sind die Linie

V5.5

[Intro – Female Spoken Word, ruhig, ernst] "Zwischen ihnen und dem Krieg steht nur eine Sache. Nicht die Grenze. Wir. Wenn wir es wollen." [Verse 1 – Male Rap] Sie malen neue Grenzen auf Papier mit roter Hand, verschieben kalte Fronten, nennen's "Sicherheit im Land". Doch hinter jedem Strich steht eine Mutter, die jetzt weint, ein Junge, der sein Zimmer, seine Zukunft nie mehr kennt. Am Tisch die alten Herren, reden leise, reden laut, über Rohstoff, Einflusszonen, wem man diesmal trauen darf. Doch keiner spricht vom Mädchen, das im Bunker Lieder summt, um das Dröhnen zu ersticken, das die halbe Stadt verschluckt. Die Karten auf dem Tisch sind voll mit Flaggen, nicht mit Herz, sie seh'n nur Prozent und Zahlen, nicht den Körper, nicht den Schmerz. Doch jede Unterschrift da unten ist 'ne Linie in das Fleisch von Millionen stillen Seelen – und wir fragen: Muss das sein? [Pre-Chorus – Male Rap, Female leise Harmonien] Sie sagen: "So war es immer, so wird es weitergeh'n", doch wer, wenn nicht wir, kann aufstehn und "Nein" dagegen steh'n? [Chorus – Female Lead, Male Ad-libs, hymnisch] Wir sind die Linie, die den Wahnsinn stoppt, letzte Grenze vor dem Abgrund, kurz vorm Fall. Wir sind die Stimmen, die man nicht mehr toppt, wenn die Masse sagt: "Kein Krieg – niemals nochmal." Nicht für Macht, nicht für Geld, nicht für euren Thron, wir sind Völker, keine Spielfiguren auf dem Schachbrett aus Beton. [Instrumental – leichte Steigerung, Piano & Pads, 8–12 Takte] [Verse 2 – Male Rap] Im Süden brennt die Sonne, doch die Felder steh'n in Asche, im Norden friert der Winter, Gas wird knapp, die Rechnung krasser. Im Westen leere Regale, im Osten leere Klassenzimmer, weil die Eltern über Grenzen floh'n, und keiner holt sie wieder. Ein Arzt ohne Verband, weil das Lager leergefegt, eine Pflegerin, die weint, weil der Druck sie niederlegt. Ein LKW-Fahrer schläft im Stau am Zoll im kalten Truck, fragt sich, ob die Lieferung noch irgendwem da oben nützt. Und irgendwo dazwischen sitzt du nachts vor deinem Screen, scrollst durch Bilder, die sich brennen wie 'ne Narbe tief in dir. Doch statt stumm zu konsumieren, kannst du sagen, was du willst: Keine Stimme, keine Steuer mehr für Kriege, die man stillt. [Pre-Chorus – Duett, etwas intensiver] Sie sagen: "So war es immer, so wird es weitergeh'n", doch wer, wenn nicht wir, kann aufstehn und "Nein" dagegen steh'n? [Chorus – Duett, kräftiger] Wir sind die Linie, die den Wahnsinn stoppt, letzte Grenze vor dem Abgrund, kurz vorm Fall. Wir sind die Stimmen, die man nicht mehr toppt, wenn die Masse sagt: "Kein Krieg – niemals nochmal." Nicht für Macht, nicht für Geld, nicht für euren Thron, wir sind Völker, keine Spielfiguren auf dem Schachbrett aus Beton. [Instrumental – Beat-Break, Drums & Bass im Fokus, 8 Takte] [Bridge – Female Spoken Word, eindringlich] "Sie brauchen dein Schweigen, deine Angst, deine Gewöhnung. Doch du bist mehr als ein Zuschauer. Du bist die Grenze, wenn du 'Nein' sagst. Laut. Und nicht allein." [Verse 3 – Male Rap, energischer, kämpferisch] Stell dir vor, in Tel Aviv und in Teheran zugleich, singen Kids die gleichen Hooks: "Kein Krieg macht uns je reich." Stell dir vor, in jeder Sprache über jedes Grenzgebiet wird 'ne Zeile zum Signal: "Uns're Zukunft ist kein Krieg." Wenn Soldaten kollektiv sagen: "Ich leg die Waffe hin", wenn Beamte keine Unterschrift mehr setzen für den Sinn, wenn Gebildete die Lügen in den Schlagzeilen zersäg'n und die Straße vor den Palästen zur Anklage wird – nicht schmächt'. Dann verlieren jene, die vom Chaos Dividende zieh'n, dann wird aus einem "immer so" ein "nie mehr so" – enfin. Wir sind viele, sie sind wenig, nur verkleidet als System, doch wenn wir die Maske runterreißen, steh'n da Menschen. So wie wir. [Pre-Chorus – Beide, laut, fast skandierend] Sie sagen: "So war es immer, so wird es weitergeh'n", doch wir, wir steh'n jetzt auf und schreien: "Nie mehr so, wir widersteh'n!" [Chorus – Finales Duett, maximaler Druck] Wir sind die Linie, die den Wahnsinn stoppt, letzte Grenze vor dem Abgrund, kurz vorm Fall. Wir sind die Stimmen, die man nicht mehr toppt, wenn die Masse sagt: "Kein Krieg – niemals nochmal." Nicht für Macht, nicht für Geld, nicht für euren Thron, wir sind Völker, keine Spielfiguren auf dem Schachbrett aus Beton. Wir sind die Linie, jetzt und hier, und wenn wir geh'n, dann geh'n wir alle – gegen den Krieg, nicht gegeneinander, wir. [Outro – Instrumental, langsam ausblendend, Female Spoken Word sehr leise] "Zwischen ihnen und dem Krieg stehen wir. Wenn wir es wollen."