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Vorwort - 04.01.2025

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Vorwort Grad da in Landshut im Cafe Belstner geht mein Cafehausjahr an den Start. Aus`m Cafehaus und anderswo. Weihnachten vor vierzig Jahren, am Weihnachtsabend neunzehnhundertvierundachzig hab ih mit dem Schreiben meiner Gedanken ohgfanga, des war dahoam in Oberschleißheim, weiterganga is in Münchens Herzen am Viktualienmarkt, ganz in der Früh, immer so um fünf Uhr morgens im Cafe Schmoiznudl. Ende der neunziger Jahre gings auf eine kleine Cafehausreise, großer Stopp am Marienplatz, im Cafe Rischarts, Jahre mit Stammplatz am großen Fenster mit Blick auf den Marienplatz und viele, sehr viele nette Begegnungen. Ab so Mitte der zweitausender Jahre lange Zeit immer vui in Freising, Unterschleißheim, Tegernsee und und und... anderswo, zumeist am Unterschleißheimer See. Ih da große Sommerfrischler, es ko ja garned warm gnuag sei. So um de zweitausender Jahre ging`s ah nach Landshut, zuerst nur am Hochzeitstag am achten ersten neuzehnhundertachtundachzig und des im Cafe Belstner. Der Cafehausliterat hat so die gewisse Cafehausluft, den Duft, das Flair gespürt und daraus ist für mich und auch für meine Frau eine Beziehung ins Laufen gekommen. Da im Cafehaus Belstner is scho sehr vui zu Papier gekommen. Eigentlich gfoit uns Landshut an sich, aber jetzt Schluss mit der Lobhudelei. Ih mog ah in Zukunft meine Landshuter Stammplätze ned nur im Cafe Belstner genießen. Abschließend sog ih moi, wer des München der 80er und neunzger Jahre no kennt hod, der woaß um den Flair, den so a große Stadt zum Ausdruck bringa ko und Landshut hod no wos, wos früher München für mi ausgmacht hod. Nicht zuletzt der Dialekt, oder der gepflegte, brave, bayerische Ton, der ned so krachad is und der in da Klangfarbe immer und fast überall verstanden werd. So jetzt zu meinem Vorwort, des ih eigentlich schreiben wollte, des fangt ah mit Weihnachten an. Meine Tochter, die Dani, hat mir zu Weihnachten ein Sweatshirt geschenkt und da steht was drauf "Nix derf ma." Warum schenkt mir eine meiner Töchter ein so amüsantes und auch bequemes Shirt? Provokation, nein meine Dani provoziert nicht, oder doch? Aber dann nur den Papa, weil er halt immer so querschießt und öfters vom großen Weltschmerz erzählt. Dani teilt mir dann mit, du derfst doch so vui. Stimmt, ih nimm mas eigentlich ohne groß die Folgen zu bedenken raus. Also "Nix derf ma" provoziert scho, aber bestimmt grad de, de moanan wia frei sie sand. Moant ma de Meinungsfreiheit de uns gestattet werd? Wenn ih da so drüber nachdenk, leb ih gefährlich, wenn da so jemand einen Gedichtband aus den zweitausender Jahren anschaut und liest, da würde ich bestimmt auf dem Index der Meinungshüter stehn. Oder wie der damalige Intendant des Bayerischen Rundfunks mir geschrieben hat, man wird mich nicht mal mehr ignorieren. Aber das ist schon ungefähr zwanzig Jahre her. Ganz anders der Intendant Professor Albert Scharf, der mir schrieb "Aus dem Tagebuch eines Dichters." Da tät meine liebe Dani schaun, was früher alles ganga is und heut nimmer geht. "Nix derf ma" und soll ih wos song, ih mach weiter wie bisher. Ih machs trotzdem. Schau ma moi, ob die Zukunft mir Recht gibt oder gewaltig auf den Füller haut. Liebe Grüße aus dem Cafehaus Belstner Roland, a boarischer Dichter