
Strophe 1 Ich kam hier an mit offnen Augen, doch niemand sah mein ganzes Licht. Ein kleines Herz zwischen zwei Welten, zu früh gelernt: „Ich stör hier nicht.“ Ich war so brav in meinen Fragen, so leise in dem, was ich brauch. Hab mich gefügt in fremde Formen, damit man mich behalten kann – vielleicht ja auch. Ich wurde gehalten – und doch suchte etwas Tieferes nach mir. Nicht nur ein Zuhause im Außen, sondern eines tief im Innern hier. Pre-Chorus Denn irgendwo in mir saß ein Kind, das fragte: „Bin ich wirklich gemeint?“ Nicht nur gewählt von fremden Händen – sondern von mir selbst bejaht? Refrain Und ich geh tiefer, als ich jemals wollt. Durch Zweifel, durch mein „nicht genug“ und „zu viel“ zugleich. Zwischen Verlust und neuem Werden lern ich mein eigenes Gesicht. Ich war adoptiert vom Leben – doch jetzt adoptiere ich mich. Strophe 2 Heilung war kein goldenes Licht, kein Engel, der mich sanft berührt. Es war das Brechen alter Bilder, die ich jahrelang gespürt. Es war die Wut auf all das Schweigen, die Trauer um ein erstes Band. Es war das Zittern alter Fragen in meiner erwachsnen Hand. Ich musste durch die Angst, verlassen zu werden, wenn ich ehrlich bin. Musste lernen, dass mein Dasein keine Schuld trägt – sondern Sinn. Pre-Chorus Und jede Schicht, die ich verlor, war Schutz – und gleichzeitig mein Käfig. Doch unter allem lag mein Kern, still, ungebrochen, ewig. Refrain Ich geh noch tiefer, bis es nicht mehr brennt. Bis mein inneres Kind meinen Namen kennt. Zwischen Zerbruch und leiser Hoffnung halt ich mich endlich fest. Ich war so lang auf der Suche – bis ich mich selbst sein lass Bridge Ich nehm dich in den Arm, kleine Version von mir. Du musst nicht perfekt sein, nicht angepasst dafür. Du bist nicht „zu viel“, nicht „nicht genug“. Du bist ein Wunder, das man viel zu früh verbog. Und heute sag ich dir: Ich bleib. Ich geh nicht mehr fort. Egal wie laut die Zweifel schreien – ich bleibe dein sicherer Ort. Refrain Ich wähle mich – mit allem, was ich bin. Mit Narben, mit Fragen, mit Neubeginn. Was anders ist? Ich fliehe nicht mehr vor mir. Die Welt darf bleiben, wie sie ist – doch ich bleibe jetzt hier. Nicht geheilt im Märchensinn. Nicht fertig, nicht aus Stein. Doch zum ersten Mal in meinem Leben bin ich wirklich mein.

