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Wenn`s olle oid sand - 03.04.2007

Wenn`s olle oid sand Mia brauchan koane Kinder, mia brauchan koane Verhinderer unserer Verwirklichung und wenn scho, dann muass ma sich de Kinder guad auf Distanz hoitn. Überblende auf weit voran unserer Zeit, wir wollen uns hineindenken. Wenn wir von uns nur noch einen kläglichen Rest von Kindern vor unseren altersgrauen Augen haben, wenn uns dann noch die Feststellung entgegenhallt, wie ihr uns so wir euch. Altersheime werden immer effizienter und auch existenzminimal günstiger. Sie stehen uns gegenüber, ja wenn uns noch wer gegenübersteht wo wir sind. In der Arbeit, in der Kantine herrscht ein lauterer Ton, „Suppe“ plärrt die alte Küchenhilfe. Wie bitte „Brei und Kost, Plus Fünfundsechzig, do drüben gibt`s an Schöpferer. Dramatisch, der alte Rettungschschwimmer, mit Sechsundsechzigeinhalb geht`s halt nimmer so schnell und bis der Bademeister reagiert, dauert`s halt. Aber wieder oana weniger der Rente ab dann Siebzigs abzocken kann. Besonders markant, im Altersheim pflegen Alte Alte um dann rasch die Stellung wechseln zu können. Wehe wenn wir alle so alt sind, wehe dem der sich auf seine Kinderlosigkeit verlassen hat, dass er sich alles leisten konnte. Irgendwer hat schon die Kinder, aber wenn irgendwer für uns im Alter schauen soll, sollte stark in Zweifel gestellt gestellt werden, ob diese Irgendwer`s unsere Denke in der Konsequenz auch bedienen werden, und das dann nicht mal um Geldes wegen. Wenn`s olle oid sand, foit uns unsere verplemperte Jugend auf die Füße und die vielen wunderbaren Ganztagesbetreuungsstätten kann man dann hervorragend zu Altersaufbewahrungsstätten umfunktionieren. Oide Leut wern hoid wia kloane Kinder und de Deppen dazwischen kapiern heut nicht mehr die primitivsten Gesellschaftszusammenhänge. Die Politik singt der morgig Alten Lied, „Hört gut zu, da schaut ihr schneller alt aus als ihr denkt.“