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Der Geheimnisvolle Nachen #SttZ Poesie

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V5.5

Gedicht "Der Geheimnisvolle Nachen" von Friedrich Nietzsche [verse1] Gestern nachts, als alles schlief, Kaum der Wind mit ungewissen Seufzern durch die Gassen lief, Gab mir Ruhe nicht das Kissen, Noch der Mohn, noch, was sonst tief Schlafen macht, – ein gut Gewissen. [verse2] Endlich schlug ich mir den Schlaf Aus dem Sinn und lief zum Strande. Mondhell war's und mild, – ich traf Mann und Kahn auf warmem Sande, Schläfrig beide, Hirt und Schaf: – Schläfrig stieß der Kahn vom Lande. [verse3] Eine Stunde, leicht auch zwei, Oder war's ein Jahr? – da sanken Plötzlich mir Sinn und Gedanken In ein ew'ges Einerlei, Und ein Abgrund ohne Schranken Tat sich auf: – da war's vorbei! [instrumental: long solo, breathe] [verse4] – Morgen kam: auf schwarzen Tiefen Steht ein Kahn und ruht und ruht ... Was geschah? so rief's, so riefen Hundert bald: was gab es? Blut? – Nichts geschah! Wir schliefen, schliefen Alle – ach, so gut! so gut!