
Ohne Wasser welkt die Blume ~Archive Version~
[Intro] Ein Seufzer nur, im Winkel des Zimmers, trockene Luft — sie kratzt und sticht; und aus der Stille fällt nur Ticken — sonst nichts. [Verse 1] Das Handy glüht — zuckersüße Reihen, „Ich liebe dich“ — und wieder soll ich schreiben. Hinter dem Screen dein lächelndes Ikon; gepflegt hast du nicht mich — nur die Reaktion. [Pre-Chorus] Du wirfst Worte wie Geschenke hin, hältst mir die Schachtel „Gegen-Gewinn“. Stillen willst du nicht mein Herz davon — nur deinen trocknen Hunger schon. [Chorus 1] "Love is a verb, not just a word" Applaus fürs Spielen brauch ich nicht. Die Blumen welken auf dem Tisch — hast du sie je gegossen? Wohl nicht. Nur „schön“ zu sagen, schlicht auf schlicht — von solcher Liebe werde ich müde — und brich. [Verse 2] Deine Laune checkte ich — wie Wetterbericht, und wählte Worte wie Kleider: Pflicht. „Nützlich für dich“ — so zählte ich mich, verdiente mir Wert, Strich um Strich, tat so, als sähe ich den Verschleiß nur nicht. [Pre-Chorus] Du wirfst Worte wie Geschenke hin, hältst mir die Schachtel „Gegen-Gewinn“. Stillen willst du nicht mein Herz — davon; es ist nur dein trockner Hunger schon. [Chorus 2] "Love is a verb, not just a word" Vermiss mich nicht wie Zahlen am Blatt. Wir müssen nicht eins sein — ich will das nicht; zwei bleiben, gehen nebeneinander — satt. „Zu anstrengend“ nennst du meine Wund’; dein Wegsehen ist Antwort — kalt und stumm. [Bridge] „So wie ich bin, reicht nicht“ — das Gericht sprach keine andre, sprach ich zu mir schlicht. „Ich bin müde“ — die Stimme bricht nicht: kein Schlussakkord, vielmehr das Startlicht; endlich begriffen — und ich werd’ leicht. [Break] Ohne Wasser welkt die Blume — sie bricht. Und mein Herz ist am Limit — am Limit. [Outro] Sag dieses Wort nicht mehr: „Ich liebe dich“. Echte Liebe spricht nicht laut — sie flicht sich still herüber, wenn du neben mir bist.

