[Strophe 1 – flüsternd, wie ein innerer Monolog] Sie wandern durch den Nebelgrund, die Haut wie Staub, der nirgends haftet. Kein Herz in Brust, kein Ziel, kein Grund – nur Schritte, die das Schweigen strafften. Ein Blick wie Glas, doch ohne Licht, die Lider offen – doch sie sehen nicht. Sie tragen Träume, längst verfault, in Laken aus Vergangenheit gehüllt und kalt. [Refrain – düster, langsam, klagend] Sie schlafen nicht, sie leben nicht, sie gehen nur im Kreis. Sie sprechen nicht, sie hören nicht, und doch sind sie uns leis. Sie riechen unsere Sehnsucht, sie schmecken unser Licht… Und nachts, wenn du ganz still bist, flüstert einer: „Ich bin du – noch nicht.“ [Strophe 2 – rhythmisch, eindringlich] Ihr Atem ist wie Wind im Schacht, ihr Schritt zersägt das Zeitgerüst. Sie streifen dich im Traum bei Nacht und kehren heim durch deinen Brustkorbstich. Sie kamen nie aus Erde raus – denn sie starben nicht, sie lösten sich. Ihr Fluch: Nicht Dasein, nicht Vergehen. Sie müssen fühlen, ohne je zu sehen. [Bridge – gesprochen, verzerrt] Nicht kalt. Nicht tot. Nicht warm. Nicht fort. Nur wartend hinter deinem Wort. [Refrain – leicht variiert, intensiver] Sie schlafen nicht, sie leben nicht, sie gehen durch dein Lied. Sie schreien nicht, sie weinen nicht, doch wissen, was geschieht. Sie hungern nach Erinnerung, nach Namen, die verglühn… Und wenn du einsam träumst – sind sie vielleicht schon drin. [Outro – langsam, verklingend] Sie wandern durch den Wandersinn. Ohne Anfang. Ohne Ziel. Und du… gehst mit.