Sie sucht nach Händen, die sie tragen, Nach einem Licht in fremden Tagen. Sie hofft, dass jemand sie versteht, Bevor ihr Herz in Scherben geht. Doch jeder Spiegel, den sie bricht, Zeigt am Ende ihr Gesicht. Keiner kommt, um sie zu retten, Keiner sprengt für sie die Ketten. Sie findet Kraft tief in sich selbst, Kein fremdes Herz macht sie komplett. Die Stärke liegt still unter ihrer Haut, Auch wenn sie sich kaum zeigen traut. Sie ist das Feuer, sie ist das Licht, Und langsam lernt sie: Sie zerbricht nicht. Sie rennt durch Nächte voller Fragen, Lässt sich von fremden Stimmen tragen. Doch jede Antwort, die sie befreit, Wuchs in ihr selbst die ganze Zeit. Sie war nie zerbrochen, nur verbogen, Hat sich im Zweifel oft belogen. Sie hört nun auf zu warten, Beginnt, sich selbst zu halten. Sie findet Kraft tief in sich selbst, Kein fremdes Wort macht sie komplett. Ihre Wunden kennen den Weg, Auch wenn ihr Herz noch zitternd schlägt. Sie ist das Feuer, sie ist das Licht, Und diesmal flieht sie vor sich nicht. Und ja, es brennt, wenn sie sich ansieht, Wenn sie durch alte Narben geht. Doch jede Träne, die sie weint, Zeigt ihr nur, dass sie noch lebt. Sie braucht kein Wunder, keinen Held — Sie selbst genügt sich in der Welt. Sie findet Kraft tief in sich selbst, Ist stärker, als sie je gedacht. Aus ihrer Asche wächst ihr Mut, Aus altem Schmerz wird neue Glut. Sie ist das Feuer, sie ist das Licht — Und diesmal brennt sie nur für sich.