
»Ich bins!« Jawohl, du bists, mein Ich; Gestatte mir, dich zu erkennen! Du rühmst und lobst und brüstest dich, Stets fertig, dich mein Ich zu nennen. Doch, seh ich dich mir in dem Licht Der Wirklichkeit genauer an, So bist du es und doch auch nicht. Du weißt, was ich nicht sagen kann! »Ich will's!« Jawohl, du willst's, mein Ich; Gestatte mir nur, dich zu kennen! Du rühmst und lobst und brüstest dich, Stets fertig, dich mein Ich zu nennen, Du hast schon viel, schon viel gewollt, Doch, sah ich mir's genauer an. So war es nie, was ich gesollt. Du weißt, was ich nicht sagen kann! »Ich kann's!« Jawohl, du kannst's, mein Ich; Gestatte mir nur, dich zu kennen! Du rühmst und lobst und brüstest dich, Stets fertig, dich mein Ich zu nennen. Du hast schon viel, schon viel gekonnt, Doch, sah ich mir's genauer an, So hast du dich in mir gesonnt. Du weißt, was ich nicht sagen kann! »Ich schweig!« Jawohl, mein liebes Ich; Gestatte mir, dies klug zu nennen! Du bist nur Staub, nur Staub für mich, Und von dem Staub muss ich mich trennen. Denn, seh ich dich mir in dem Licht Der Ewigkeit genauer an, So brauche ich dich einstens nicht. Das ist's, was ich dir sagen kann!

