(Intro) [Instrumental: Langsame Kick-Snare-Figur, tiefer, warmer Bass, eine dunkle Clean-Gitarre legt flächige Akkorde darüber.] (Verse 1) [Vocal: Ruhig, resigniert] Ein Schreiben von der Kammer, nüchtern, ohne viel Dekor, „Wir müssen leider mitteilen…“ – der Rest erahnt sich im Chors. „Es gibt begründete Bedenken an Ihrer Zuverlässigkeit, an Ihrer Eignung, Ihrem Auftreten, Ihrer Integrität.“ Ein Gremium, das du nie gesehen, hat hinter Türen still getagt, und entschieden, dass der Mensch, der du bist, nicht mehr in diesen Rahmen passt. Dein Schild an der Tür, dein Name im System, wird leise ausgetragen – ganz konform, ganz ohne Schrei, ganz bequem. (Pre-Chorus) [Vocal: Bitteres Aufbäumen] Sie sagen, es geht um „Vertrauen“, doch was sie meinen, ist Gehorsam pur. (Chorus) [Vocal: Kraftvoller, verzweifelter Trotz] Berufsverbot – du darfst noch atmen, doch nicht mehr sein, was du gelernt, gebaut, geworden bist – sie frieren dich ein. Sie nehmen dir nicht nur dein Geld, sie nehmen dir dein Bild, das, was du von dir erzählt hast, über Jahre – still. Berufsverbot – das sauberste „Verschwinde“, verklausuliert als „Eignung“, im Namen einer blinden „Würde“. (Verse 2) [Vocal: Mehr Biss] Patienten steh’n vor leeren Praxen, Schüler ohne deinen Ton, doch offiziell bist du das Problem, „Fehlverhalten“, „Illusion“. Keiner spricht von deinem Mut, von deiner Mahnung, deinem Stand, sie erwähnen nur „Verstöße“, „Öffentlichkeitsauftritt im fremden Land“. Die Kollegen schweigen, wissen, wie das Spiel hier läuft, wer laut fragt „Warum?“, hat morgen selbst was, was ihm „nicht ganz sauber“ erscheint im Häuf’. So lässt man dich vom Radar verschwinden, aus der Zunft, und nennt es „Schutz der Allgemeinheit“ – als wärst du irgendeine Sucht. (Pre-Chorus) [Vocal: Schärfer] Sie müssen dich nicht einsperrn, um dich klein zu machen, sie müssen nur die Tür zu deinem Lebenswerk zuschlagen. (Chorus) [Vocal: Noch intensiver] Berufsverbot – du darfst noch atmen, doch nicht mehr sein, was du gelernt, gebaut, geworden bist – sie frieren dich ein. Aus deiner Stimme wird ein Flüstern, aus deinem Stand ein Stigma drauf, „Der hat sich doch radikalisiert“ – so geht das Märchen auf. Berufsverbot – sie radieren dich aus Akten, aus System, bis nur noch bleibt: ein Warnschild, wo einst dein Name stand bequem. (Bridge) [Instrumental: Drums und Bass spielen weiter, Gitarren werden leiser, Orgel/Pad tritt mehr hervor.] [Vocal: Leiser, mit Stahl im Kern] Doch was ich weiß, bleibt in mir drin, kein Stempel nimmt mir meinen Sinn. Ihr könnt mir meine Arbeit nehmen, doch nicht, was ich geseh’n – im System, in euren Schemen. (Chorus – letzter) [Vocal: Groß, trotzig] Berufsverbot – ihr habt mich aus den Reihen rausgestellt, doch damit nur bestätigt, was ich euch von Anfang an erzählt. Wenn Wahrheit euer Feindbild ist und Ducken euer Lohn, war ich nie „geeignet“ für euren Thron. Berufsverbot – ich steh’ im Niemandsland, doch lieber dort als Hand in Hand mit eurer Lüge. (Outro) [Instrumental: Gitarren spielen das Hauptmotiv langsam aus, Drums verklingen, Orgel/Pads halten noch kurz, dann Stille.]