
STAHLFRESSER [Intro] (Ein ohrenbetäubendes, metallisches Kreischen. Dann setzt der Rhythmus ein: Ein ultratiefer Sub-Bass-Schlag, der den Putz von den Wänden holt, gefolgt von einem Peitschenknall auf Amboss.) BOOM. TSCHAK. (Stille) BOOM. TSCHAK. (Stille) [Verse 1] Halle vier. Block aus Blei. Die Vernunft ist längst vorbei. Zehntausend Tonnen auf das Fleisch. Keiner hört den letzten Kreisch. Das Werkstück glüht, der Schweiß gerinnt. Wir füttern das Metall-Ungetüm, blind. Kein Gesicht, nur eine Nummer im Takt. Die Menschheit wird hier kaltgepackt. [Pre-Chorus] (Der Rhythmus wird schneller, die Pausen kürzer) Die Presse läuft. Der Verstand säuft. Das Eisen schreit. Wir haben keine Zeit. [Chorus] BOOM – TSCHAK – STAHL! BOOM – TSCHAK – QUAL! Krupp frisst die Welt. Bis kein Knochen mehr hält. BOOM – TSCHAK – SCHLAG! Jeder Gott hat seinen Tag. Hier regiert nur das Gewicht. Und das Metall vergibt dir nicht! [Verse 2] Zahnrad greift in Sehnenstrang. Ein Leben lang, ein Leben lang. Der Hebel klemmt, die Kette reißt. Niemand weiß, was das hier heißt. Wir schmieden unsre eignen Ketten. Es gibt keinen Gott, der uns kann retten. Die Halle dröhnt, der Boden bebt. Wer hier noch arbeitet, der lebt nicht – er klebt. [Bridge] (Absolute Kakophonie. Funkenflug-Sounds. 200 BPM Industrial-Noise über dem langsamen Boom-Tschak) PRESSE LÄUFT! DRUCK STEIGT! FLEISCH WEICHT! STAHL BLEIBT! PRESSE! LÄUFT! PRESSE! LÄUFT! [Outro] (Der Rhythmus wird quälend langsam. Jeder Schlag hallt ewig nach.) BOOM. ... TSCHAK. ... (Stille) ... Der nächste bitte.

