
[Intro] Ich heb das Maß der Zeit empor, die Waage der Werte schwankt heut. Ich wähle den Weg ohne Rest, doch dürstet mein Herz weiterhin. [Verse] Begrenzte Zeit, begrenztes Gut, ich suche die Frucht für den Mut. Aus Furcht vor Wunden schließ ich zu und starre nur, statt zu berühr’n. [Pre-Chorus] Das Ideal am Bildschirm thront hoch, die Wirklichkeit nimmt Zauber fort uns. Kann ich die Schwäche, Zweifel sehn— und alles tragen: bin ich bereit? [Chorus 1] O Kraft der Liebe—Kunst, nicht Fall; nicht Zufall, der uns einmal trifft. Nicht nur empfangen—auch geben; im Pflegen leuchtet wahres Licht. [Verse 2] Im Drang nach makellosem Schein erstarrt mein Herz an Kleinem fein. Wer mich auch liebt, gilt mir gering; mir selbst vertrau ich noch kaum mehr. [Pre-Chorus] Den Schmerz des Andern nicht gesehn heut, sein Eigen nicht geehrt—verstehn zu? Wonach such ich, fern und nah, noch jetzt, mitten im leeren Markt der Jahr, heut? [Chorus 2] O Mut zu lieben—Kunst, nicht Schein; zerbrich die Mauer tief in mir. Verlass den Schatten meines Ichs, und Licht in der Welt des Andern. [Bridge] Du bleibst du selbst, und ich bin ich, doch klingen tief zwei Seelen mit. Wir halten nicht—wir lassen frei; wachs du, ich bete leis für dich. Wir zwei und doch in einem Klang, ein Wunder trägt uns sacht und lang. [Break] Lieben heißt lernen, still. Geduld, Sammlung, Disziplin. Erkenn die Fülle innen. [Outro] Verzicht auf Lohn, doch Achtsamkeit; im Geben wohnt die Ganzheit, hier. Lieben ist Kunst allein für mich; dies Licht sei mir der Weg nach vorn.

