
Augen… sehen die Wahrheit… Augen… tragen den Schmerz… Er war acht, und die Welt war klein, ein Garten, ein Hof, ein Sonnenschein. Der Onkel lacht: „Spiel ein Spiel“, doch plötzlich wird das Lachen still. Er sprach von Mut und Disziplin, von Regeln, die im Dunkeln blüh’n. Die Tür fiel zu, die Zeit verging, und keiner hörte, wie er schrie. Er schaut in den Spiegel, sucht sein Gesicht, fragt sich, warum das Glas zerbricht. Ein Kind, gefangen, ohne Wort, die Seele will weg, doch der Körper bleibt dort. Augen, im Spiegel, sie sehen zu viel, ein Blick, der brennt, so still, so kühl. Amethyst, ein Herz aus Stein, doch tief darin will’s wieder Sein. Die Jahre zieh'n, der Schmerz bleibt da, unsichtbar wie ein altes Mal. „Mach schon“, sagt die Stimme leis, „du weißt, was sonst passiert, mein Preis.“ Er lächelt, wenn kein Mensch mehr sieht, er schweigt, bis sein Innerstes flieht. Und eines Tages, kalt, ein dunkler Bann, der Onkel flüstert: „Heut wirst du ein Mann.“ Er sieht sich selbst mit leeren Blick, ein Teil von ihm kommt nie zurück. Die Augen schreien, doch niemand hört, nur Stille, die die Welt zerstört. Augen, im Spiegel, sie sagen die Wahrheit, was Lippen nicht können in Dunkelheit. Amethyst, du trägst die Last, doch du bleibst, du brichst nicht, auch wenn du fast… „Gut gemacht, mein Junge,“ sagte er und log. „Du lernst schnell…“ Und irgendwo zwischen Angst und Pflicht verlor er sich – und fand das Licht. Augen, sie leuchten, sie weinen, sie seh’n, und keiner kann ihnen das jemals nehm'n. Amethyst, du bist das Licht, das bleibt, auch wenn die Welt zerbricht. „Augen, sagen und zeigen uns mehr als tausend Worte. Nehmt euch Zeit, in die Augen eurer Kinder zu blicken.“ Er hat überlebt. Er wurde Dreiundsiebzig geboren.

