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23. Wenn einer bricht, fällt alles ein (Ballade)

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V5

Im kleinen Haus im tiefen Wald, da wohnten drei in Frieden: eine Maus, ein Vögelchen und eine Bratwurst — jeder trug die Last, die ihm gegeben war. Die Maus sie fegte jeden Tag, das Vögelchen trug Holz herbei, die Bratwurst kochte still und warm, so lief die Ordnung sorgenfrei. Doch eines Tages sprach der Vogel: „Ich trag zu viel, das ist nicht fair.“ Sie tauschten Rollen, ohne Wissen, wie schwer ihr Gleichgewicht doch wär. **Wenn einer bricht, fällt alles ein, kein Herz besteht im Stolz allein. Wenn Ordnung trägt, dann hüte sie — denn bröckelt nur ein Stein, zerfällt sofort das ganze Heim.** Der Vogel verbrennt sich fast am Herd, die Maus facht die Flammen mehrt, die Bratwurst rollt hinaus zum Wald, ein Fuchs sie schnappte schon bald. Ein Schnappen dann ein Schweigen nur, ihr Ende schnell und ohne Zeit. Da fällt im Haus die Ordnung stur, und alles stürzt in Leid. **Wenn einer bricht, fällt alles ein, kein Herz besteht im Stolz allein. Wenn Ordnung trägt, dann hüte sie — denn bröckelt nur ein Stein, zerfällt das Ganze von allein.** Der Vogel ruft, der Topf kippt um, die Maus sie stürzt in Glut und Feuer, der Vogel fällt im letzten Schlag, und alles wird nur still und teuer. Das Haus versinkt in Dunkelheit, der Wald erzählt den Rest allein: dass Ordnung mehr als Arbeit ist — ein Band aus Herz und Sein. **Wenn einer bricht, fällt alles ein, kein Herz besteht im Stolz allein. Wenn Ordnung trägt, dann hüte sie — denn bröckelt nur ein Stein, zerfällt das Ganze von allein.** Das kleinen Haus im tiefen Wald liegt Stille ohne Zeit. Und wer die Rollen bricht aus Trotz, bezahlt den Weg mit Leid.