Vor 80 Jahren im Oberen G’richt da trug sich zu eine tragische G’schicht. Gegen Ende des Krieges, alle Schlachten bereits verloren, hat das Schreckensregime diesen Ort zur Alpenfestung erkoren. Doch einige mutige Menschen haben aufbegehrt, sie haben sich gegen den Irrsinn der Verlierer gewehrt. Der Widerstand war wichtig und hat was genützt, er hat die Heimat vor noch mehr Zerstörung beschützt. Doch einer hat für den Widerstand sein Blut vergossen, Viktor Czerny, den haben die Schergen der Nazis erschossen. Refrain: Was geschehen ist müssen wir dem Vergessen entreißen, Für Frieden und Freiheit einstehen – das will was heißen. Wir müssen begreifen, was die Seelen der Menschen bewog, dass Ihr Herz schwieg, weil Angst oder Ideologie überwog. Dass wir jetzt drüber reden und zuschauen die Leut‘, schließen wir Frieden mit dem Gestern und lernen für heut‘. Das Leid ist vernarbt, viele Jahre der Stille, in der Hoffnung, dass die Zeit den Schmerz gut verhülle. Doch nach 80 Jahren hat ein junger Mann ein Theaterstück geschrieben, denn es wurde – wie er fand - schon viel zu lange geschwiegen. In vielen Arbeitsstunden und mit noch mehr Leidenschaft, hat der Theaterverein Kostüme und eine perfekte Kulisse erschafft. Auf der Bühne wurden die Figuren von damals zum Leben erweckt, alle Schauspieler gaben ihr Bestes und zeigten, was in ihnen steckt. Ihr Darstellung hat alle tief in der Seele berührt, das hat jeder der da war ganz deutlich gespürt. Auf einer Bühne, die gestern und heute verbindet, die Erinnerung einen würdigen Rahmen findet. Refrain Was geschehen ist müssen wir dem Vergessen entreißen, Für Frieden und Freiheit einstehen – das will was heißen. Wir müssen begreifen, was die Seelen der Menschen bewog, dass Ihr Herz schwieg, weil Angst oder Ideologie überwog. Dass wir jetzt drüber reden und zuschauen die Leut‘, schließen wir Frieden mit dem Gestern und lernen für heut‘. Erst hieß es: „Lass die Geschichte ruhen, das will doch keiner sehen“, heute wissen wir – die Vorstellungen waren ausverkauft, nicht eine, sondern alle zehn! Die Schauspieler aus Grins, aus Kauns, aus Ladis und Ried, sie alle hat motiviert der Michael Schmied. Dem Theater ist etwas ganz Wunderbares gelungen, es wurden Ängste und Unsicherheiten der Menschen bezwungen. Keine Täter beschämt, der Kampf im Widerstand nicht glorifiziert, es hat die gefühlvolle Inszenierung das Publikum fasziniert. Es gibt wieder viele, die heute behaupten, dass Spaltung uns schützt, die Geschichte hat uns gelehrt, dass Feindbilder schaffen, nur den Falschen was nützt. Um den Mut für den Widerstand der Menschen von damals zu ehren, müssen wir uns heute gegen die Hetzer und Spalter wehren. Der Mut der Männer und Frauen, aus dieser finsteren Zeit, sei für uns alle Vorbild und gebe uns Geleit. Das Viktor sein Leben opferte für Freiheit und Frieden, soll uns mahnen, den Anfängen Einhalt zu gebieten. Lyrics by Andrea Czerny