
T(ee) (ä)F - Schlüssel und Brot
Wir spielen heute ein Spiel mit euren verdorbenen Synapsen. Legt eure Moralvorstellungen ab, die haben hier Hausverbot. Lasst die Bilder in eurem Kopf entstehen. Ich weiß genau, was ihr seht. Und ihr wisst es auch. Aber psst... wir bleiben lyrisch. Ein hartes Ding von starker Art, Mit einem Loch und einem Bart. Man nimmt es fest in seine Hand, Und steckt's in ein Loch an der Wand. Man stößt es tief, man dreht es her, Dann fällt die Sache gar nicht schwer. Ihr denkt jetzt, klar, der Schlüssel im Schloss. Doch seid ihr euch sicher? Wer reitet das Ross? Ist die Wand wirklich Stein, oder warm und aus Haut? Weil euer braver Verstand sich die Wahrheit nicht traut. Ihr klammert euch fest an das Stück aus Metall, Dabei hört ihr den Rhythmus, ihr spürt diesen Fall. Es geht um Fleisch, um Reibung, den perfekten Schnitt. Zwei Teile, die passen, die Hüfte geht mit. Der Bolzen sucht Tiefe, das Dunkle das Licht, Es pocht, es pulsiert – und ihr sagt, ihr seht's nicht? Wir reden vom Tanz, wenn die Klinge im Schacht, Die tiefsten Instinkte zum Überdruck bringt in der Nacht. Ein Stoß, eine Drehung, der Widerstand bricht, Nennt es, wie ihr wollt – aber lügt mir nicht ins Gesicht. Ich bin erst schlaff, doch knet’ mich gut, Dann wachse ich durch deine Glut. Du schiebst mich in den Ofen rein, Dort wird es heiß und feucht gleich sein. Ich geh' schön auf, werd' prall und rund, Und ende dann in deinem Mund. Ihr denkt jetzt, klar, nur ein Teig, der da backt. Ein Bäckergeselle, der den Ofen anpackt. Doch spürt ihr die Hitze? Da tropft schon der Schweiß. Vielleicht wird die Höhle ja ganz anders heiß. Wer knetet hier wen, bis die Spannung zerreißt? Bevor ihr den Deckmantel drüber schmeißt. Es geht um Fleisch, um Reibung, den perfekten Schnitt. Zwei Teile, die passen, die Hüfte geht mit. Der Bolzen sucht Tiefe, das Dunkle das Licht, Es pocht, es pulsiert – und ihr sagt, ihr seht's nicht? Wir reden vom Tanz, wenn die Klinge im Schacht, Die tiefsten Instinkte zum Überdruck bringt in der Nacht. Ein Stoß, eine Drehung, der Widerstand bricht, Nennt es, wie ihr wollt – aber lügt mir nicht ins Gesicht. Schlüssel und Brot. Das ist alles, was ihr gehört habt, richtig? Die Filter bleiben grün, die Algorithmen schlafen. Aber wir beide wissen, was gerade in eurem Kopf passiert ist. T(ee) (ä)F. Ungefiltert. Direkt da, wo es wehtut. Schlaft gut. Song Text © Thorsten Försterling

