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Wir taten so, als könnten wir die Zeit anhalten

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V5.5

[Strophe 1] Wir liefen durch die leeren Straßen, als wär der Morgen viel zu weit. Die Häuser hielten ihre Fenster wie Augen voller Müdigkeit. Du hast gelacht, als gäb es morgen noch tausend Sommer irgendwo. Wir waren größer als die Zweifel, zumindest fühlte es sich so. ⸻ [Pre-Chorus] Und jede Nacht war ein Versprechen, das niemand halten musste. ⸻ [Refrain] Wir taten so, als könnten wir die Zeit anhalten. Als würden alle Uhren für uns vergessen weiterzulaufen. Wir taten so, als wären Abschiede nur Wörter. Doch irgendwann hat selbst der Himmel aufgehört, für uns zu leuchten. ⸻ [Strophe 2] Fotos werden langsam blasser, doch dein Blick bleibt unverändert. Manchmal riecht der erste Regen noch genauso wie damals. Zwischen all den halben Träumen liegt ein Satz, den keiner fand. Vielleicht sind manche Geschichten nie dafür gemacht, zu enden. ⸻ [Pre-Chorus 2] Vielleicht bleibt nicht das Leben. Vielleicht bleibt nur das Gefühl. ⸻ [Refrain] Wir taten so, als könnten wir die Zeit anhalten. Als würde jede Sekunde sich für immer in uns falten. Wir taten so, als wär die Welt unendlich offen. Und haben trotzdem jeden kleinen Augenblick viel zu oft verschoben. ⸻ [Bridge – ruhig] Wenn Erinnerungen wirklich wohnen könnten, dann hätten sie deine Stimme. Und irgendwo zwischen gestern und dem, was nie geschah, läuft noch immer eine jüngere Version von uns durch dieselbe Nacht. ⸻ [Finaler Refrain – emotional] Wir taten so, als könnten wir die Zeit anhalten. Doch sie nahm jeden Sommer, ohne sich umzudrehen. Wir taten so, als könnten wir uns nie verlieren. Vielleicht war genau das das Schönste, was wir je geglaubt haben. ⸻ [Outro] Und manchmal… wenn der Abend ganz leise wird… fühlt es sich an, als würde die Zeit für einen einzigen Atemzug doch noch auf uns warten.