Wir kamen zur Welt wie unbeschriebne Pläne, kein Wesen vordefiniert, kein fester Rahmen. Nur dieses Sein – die Freiheit, die in uns bebt, und jede Wahl allein macht uns zu dem, was lebt. Was wir „normal“ benennen – leises Regiment: Wer hat’s gesetzt, und wessen Nutzen nennt? Im Blick der Norm gehorcht der Leib so willig, spielt sich selbst weiter – bis Masken werden wirklich. O inneres Licht – wir sind ein Strom, der fließt. Gestern verweht, und Morgen bleibt verhüllt. Aus Schmerz und Fehl – dem heiligen, dunklen Schlamm – steigt Lotus auf, und Weisheit facht die Flammen an. Die eine ruft: „Ein Haus für mich!“ – die andre: „Geh!“ Wer sucht ein festes Selbst, wer flieht vor dem Ich? Auf Grenzlinien stehen wir – allein und doch bereit; aus ungekreuzten Blicken wächst erst unsre Welt. O inneres Licht – wir sind ein Strom, der fließt. Gestern verweht, und Morgen bleibt verhüllt. Aus Schmerz und Fehl – dem heiligen, dunklen Schlamm – steigt Lotus auf, und Weisheit facht die Flammen an. Ich habe gefehlt – und lerne, es zu lieben. Mein Schicksal ganz zu nehmen, nicht verschieben. Erst wenn ich meinen Schatten sanft umarm, werd ich als Ganzes – brüchig und doch warm. Schaffe Rhizome – schlage keine Wurzeln ein. Wir sind stets unterwegs, im Werden – unterwegs – im Werden.