
Im Krankenhaus Dachau Do in Dachau ham`s gestern mei Nasn und die Höhlen samt Wände operiert. Ois entzündet und des scho lang, aber in dem Coronatunnel hod ma nicht mehr gsehn und nur no ois durch die Coronabrille betrachtet. Aber ih bin trotzdem dankbar, dass ma jetzt moi genauer hingschaut hod. Dank CT hod ma`s erkannt, ah die Entzündungen im Bereich Brustkorb. Ih glab ja, der Herr Jesus, der ois in da Hand hod, ah mi logischerweise, hod`s zuaglassen und ih hob vui bis hierher lerna kenna, wos mir nur zum Teil nützlich is. Denn scho seit drei Jahren sog ih, wenn nur des systemische Kortison huift, dann muass ma doch nach dem Entzündungsherd suacha. Jetzt hoff ih, dass ein Raum ausgräumt is und die weitere Therapie den Rest liefert. Überhaupt mecht ih in an Vorruhestand gehn und hoff, dass mei Firma mir des boid gönnt. Mit fünfzehn Jahren hob ih zu arbeiten ohgfanga und jetzt sand`s boid dreiundvierzig Jahre Arbeit, de ih am Buckel hob. Die letzten drei Jahre ham mich stark mitgnommen und hätt ih ned lückenlos von dahoam arbeiten kenna, hätt ih de Segel scho streichen müassn. Jetzt hoff ih wieder in ein erträglicheres Fahrwasser zu kemma. Do in Dachau is ganz in Ordnung, Ärzte sand guad, der liebe Zimmernachbar, Reinhard, schnarcht und hört sich wia ein vorbeifahrender D-Zug oh. Ois guad, der ko ja nix dafür, aber guad zu redn war mit Reinhard dem Fürstenfeldbrucker. Des war und ist mein zweiter operativer Krankenhausbesuch. Als Kind hob ih in da Cosima-Klinik in München Bogenhausen den Blinddarm rauskriagt, war sehr interessant, weil do hob ih a Schauspielerin kennaglernt, de hod ma Autogramme vom Derrick, Horst Tappert, und vom Fritz Wepper bsorgt, de warn immer im Italiener nebendro. Sowos, ih ko mi no genau erinnern wia ih des als Kind interessant fand und des heut is ah ois interessant.

