
[Verse 1] Der Tag hat begonnen, die Milch ist geronnen, der Kaffee ist leer. Ich habe schwer, Zigaretten muss ich kaufen, abends ein Bier saufen, fällt mir schwer, das alles mag ich nicht sehr. Ich schau aus dem Fenster, die Autos sind schnell, sie fahren nach oben, nach unten. Ich hoffe, Sie haben ihren Weg schon gefunden. [Pre-Chorus] Ich gehe ins Bad wegen meinem Fahrrad. Ich will mich nicht waschen, alles fällt schwer, doch am Ende mache ich es und es lohnt sich doch sehr. Ich nehme die Schlüssel vom Tisch und geh aus der Tür. Ich fahre zur Arbeit und frag mich. [Chorus] Wofür soll ich die Lebenszeit verkaufen? Wofür soll ich mich täglich hier verlaufen? Wofür soll ich die Lebenszeit verkaufen? Ich will hier raus, ich will hier raus. [Verse 2] Vier Stunden geben, den Kopf abliefern, den Namen abgeben, den Blick auch noch. Dann fahren wir los auf unseren Weg, kommen zur Arbeit und machen unseren Tag. Die andern sind zwar anweisen, aber nicht wirklich da. Sie kämpfen selber so wie ich jeden Tag. Es wird unterbrochen, doch einmal was essen, einen Kaffee oder zwei, ich hab’s vergessen. [Pre-Chorus] Dann endlich ist es Abend. Ich gehe zum Wagen. Ich kann dir nicht sagen, was ich kann noch ertragen. Ich hol mir den Schnell food vom nächsten Discounter. Ich fahre nach Hause. Ich dreh die Mikrowelle lauter. [Chorus] Wofür soll ich die Lebenszeit verkaufen? Wofür soll ich mich täglich hier verlaufen? Wofür soll ich die Lebenszeit verkaufen? Ich will hier raus, ich will hier raus. [Bridge] Der Fernseher geht an, ich hab Blauwal gegessen und wie ist der beginnt der Fakir Lauf. Endlich im Bett, der Kopf ist noch, er kann nicht mehr denken, denn der Fernseher zu die Gedanken noch lenken. Hier mal ein Krieg und da ein Feuer oder ne Wüste, kein Wasser. Einfach nicht s Neues, sowieso nur belogen, beschissen, betrogen, nichts kann man glauben. [Chorus] Wofür soll ich die Lebenszeit verkaufen? Wofür soll ich mich täglich hier verlaufen? Wofür soll ich die Lebenszeit verkaufen? Ich will hier raus, ich will hier raus. [Outro] Das Auto geleast, das Haus neu gebaut. Jetzt gehörst du die dreißig, vierzig Jahre mit Kopf, Zähne und all deinen Haaren, den großen Konzerten, den Banken, den Filmen. Was soll ich nur machen? So ein Mist, das will ich für keinen und meine Kinder noch nicht. Ich frag mich doch wieder. Bin ich allein oder geht es uns allen wie Hühnern und Schwein einfach im Käfig, gezüchtet zum Schlachten?

