
Lange her Es ist wohl schon etwas lange her, dass ich das letzte Mal zum Kugelschreiber für Gedankennotizen griff. Im Grunde ist mein Kopf voll mit Ballast, der besser auf geduldigem Papier aufgehoben ist. Ja, viel ist geschehen, gestern zum Beispiel begann meine kleine Tochter Sabine zu krabbeln. Ich denke, in mancher Lage befinde ich mich in der selben Höhe wie klein Sabine. So recht geht das mit dem Gehen noch nicht, Sabine lernts schon noch. Seit Weihnachten befindet sich mein Clan, das ist die Horde meiner Damen und ich, im Umzug. Umzug ist gut gesagt, grundsätzliche Renovierung, so sollte man dieses Thema nennen. Der Umzug war Nebensache, Papa war von morgens bis abends am Spachteln, Hammern, Gipsen und Verschleifen. In dieser Zeit war viel los. Auch meine neue Arbeit bei der Versicherung macht mir zu schaffen. Sie macht unentwegt zu schaffen, zu schaffen mir und ich werde geschafft mit ihr. Weiter im Text, später reden wir vom Arbeitgeber. Könnte es sein, die neue Wohnung soll ein Prüfstein des Herrn sein? Ich schrie zu Gott, oh Herr mach du möglich den Schritt, den wir gehen können. Es kommt mir in den Sinn der Satz, der diesen schrecklichen Renovierungsumzug prägte. „Wird der Bruder je seinen Bruder lieben?“ Ich machte die Erfahrung, in meinem christlichen Umfeld ist dieser Satz wie ein Ball aufgeschlagen und es war wie eine Seifenblase, die einfach buff zerplatzt. Ein Bruder war mir Freund, wirklich Freund, Freund ohne wenn und aber. Dieser Freund stand mir ohne große Reden zu schwingen bei, Danke Siegi. Meine Frucht aus dem Schmalznudelcafe, dort begann die Freundschaft, die den Siegi auch zu Jesus führte. Es ist beschämend von den anderen Brüdern zu hören, ihre Prioritäten liegen schon fest, da ist keine Zeit mehr.... Man müsse erst mit anderen Geschwistern abklären ob es der Wille des Herrn ist, zu helfen.... Pfui, und ein Bruder meinte, er wolle doch nicht schwarz arbeiten. Es hat auch keiner von großer Bezahlung gesprochen...... Lange Zöpfe von Worten, bittere Früchte zeigen ihr wahres Gesicht. Ich bete, her erbarme dich, zeig was es heißt, woran die Welt dich erkennen wird. Heiden waren mir besser Freund, solche die von vielen Christen belächelt werden, über die sich stolze Christen erheben, haben wenn es darauf ankam in der Not geholfen. Es sind doch meine Geschwister, viel ist geschehen, viel ist zu verdauen. Es gab auch immer Dinge die mein Leben in Christus ersticken mochten. Es wird immer von einen zertrennten Christus um mich herum gesprochen, wie gut, dass ich diesen Quark nicht glaube. Als Erlöster, als einer der der neuen Schöpfung angehört, wie soll das gehen, ist denn Christus zertrennt? Ich sage nein, ein klares Fundament ist geboten und verpflichtend. Es gibt nur solche die andere Gründer suchen. Das Wirrwar musste durchschaut werden. Christus ist eins, mögen Menschen sich trennen, es muss sogar so sein, aber der Leib Christi ist einer, untrennbar, einmalig, runzel- und makellos. Wenn ich natürlich nicht begreife, nicht erfasse, dass Christus eins ist, so muss ich zum Rebellen in den Kirchen und Sekten werden. Das liegt mir fern, diese Worte erspare ich mir, wenn auch viele Worte in meinem Kopf umhergehen.

