
[Intro – Spoken] Seid bitte nicht allzu vernünftig. Schaut euch die Vernünftigen an. Seid nicht vernünftig. Seid verrückt. Seid kindisch. Seid verspielt. [Verse 1] Die Vernünftigen sitzen in Nadelstreifen, zeichnen Linien auf Karten, die sie selber nicht betreten. Sie sagen: „Alternativlos“, mit ruhiger Stimme, während unter ihren Zahlen ganze Leben verschwinden. Sie nennen Angst Stabilität, nennen Gehorsam Sicherheit. Sie nennen Bomben Verteidigung, und nennen Schweigen Reifezeit. Paragrafen im Mund, doch kein Herz im Blick, Grundrechte falten sie handlich, Stück für Stück. Alles korrekt, alles sauber verpackt, doch die Welt brennt – vernünftig abgefackelt. [Hook] Seid nicht vernünftig, wenn Vernunft zerstört. Wenn sie Kriege erklärt und Gehorsam beschwört. Seid unvernünftig genug, Mensch zu sein, laut zu lachen, Nein zu sagen, unbequem. Seid nicht vernünftig in einer kranken Norm, wo Wahnsinn geschniegelt als Ordnung kommt. Seid verrückt, seid weich, seid unbequem – denn nur das Kind im Kopf kann die Welt noch sehen. [Verse 2] Die Vernünftigen rechnen Tote in Prozent, sagen „Kollateralschaden“, wenn man Namen verbrennt. Sie reden von Ordnung, von Märkten, von Macht, doch kein Kind schläft besser, weil ein Haushalt lacht. Sie erklären den Krieg mit ernster Miene, während sie fern von Sirenen ihre Weingläser schieben. Vernünftig ist, wer gehorcht und vergisst, wer nicht fragt, warum das alles nötig ist. Doch Geschichte zeigt in jeder Sprache: Die größten Verbrechen trugen Anzug und Akte. Nicht die Narren bauten die Lager aus Stein, es waren die Vernünftigen – geschniegelt, angeblich rein. [Hook] Seid nicht vernünftig, wenn Vernunft erdrückt. Wenn sie Menschen sortiert und Seelen erdrückt. Seid unvernünftig genug, laut zu fühlen, euch nicht von Angst und Befehlen zu führen. Seid verspielt in einer Welt aus Beton, stellt Fragen, tanzt quer, brecht den Ton. Denn wo alle vernünftig im Gleichschritt geh’n, da bleibt nur Wahnsinn – perfekt organisiert – besteh’n. [Bridge – ruhiger, fast geflüstert] Vielleicht ist Hoffnung unvernünftig. Vielleicht ist Liebe kindisch. Vielleicht ist Frieden naiv. Aber alles andere haben wir ausprobiert. [Verse 3] Ich wähl die Unvernunft, die Menschlichkeit kennt, die nicht nach Macht greift, sondern die Liebe erkennt. Ich trau keinem Plan, der ohne Lachen besteht, keiner Ordnung, die über Leichen geht. Ich bleib kindisch genug, um Nein zu sagen, wenn alle Ja nicken und Fahnen tragen. Denn Fortschritt beginnt nicht im Parlament, sondern da, wo einer die Angst beim Namen nennt. [Outro] Seid bitte nicht allzu vernünftig. Seid verrückt. Seid verspielt. Seid menschlich. [Hook] Seid nicht vernünftig, wenn Vernunft zerstört. Wenn sie Kriege erklärt und Gehorsam beschwört. Seid unvernünftig genug, Mensch zu sein, laut zu lachen, Nein zu sagen, unbequem. Seid nicht vernünftig in einer kranken Norm, wo Wahnsinn geschniegelt als Ordnung kommt. Seid verrückt, seid weich, seid unbequem – denn nur das Kind im Kopf kann die Welt noch sehen.

