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Ich sitz auf’m Rathaus

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V4.5

[1. Strophe] Ich sitz auf’m Rathaus, der Blick ist so schwer, die Bürger, sie fragen, sie drängen noch mehr. Sie wollen mitreden, Ideen parat, doch keiner hat einen Konzern in der Tat! [Refrain] Ach wär das Amt doch lobbyrein, mit Glaspalästen und schönem Schein. Kein nerviges Volk mit Anträgen klein – nur Freunde mit Geld und Champagner und Wein! [2. Strophe] Sie rufen nach Bäumen, nach Klima, nach Licht, doch bei Ausschreibung A zählt der Einflussgewicht. Ein runder Tisch? Oh Gott, bitte nein! Ich red doch viel lieber mit Herrn von Verein. [Refrain] Ach wär das Amt doch lobbyrein, mit Deals im Hinterzimmerlein. Kein offener Brief, kein mündiger Schwarm – nur Floskeln, die halten mein Ego warm. [3. Strophe] Sie planen Versammlungen, stellen sogar Fragen, die Bürger, sie wagen es, laut zu beklagen! Sie wollen Gestaltung, doch ich brauch doch Ruh, mein Lieblingsinvestor kommt heut um halb zwo. [Refrain] Ach wär das Amt doch lobbyrein, kein Bürger mischt sich jemals ein. Ich zieh am Rad und drehe das Spiel – Demokratie? Ja, aber bitte ganz still. [Bridge (melancholisch, mit Tin Whistle)] Ach früher, da war das noch wunderbar, da war ich der König, das Volk nicht so nah. Doch heute wird alles geprüft und vernetzt – und ich bin vom ganzen Gemecker entsetzt! [4. Strophe] Sie tanzen im Park, sie streiten fürs Recht, sie wollen, dass meine Verwaltung nicht knecht’. Doch Lobby ist leise und flüstert mir zu: „Lass reden das Volk – du weißt, was du tu’!“ [Letzter Refrain] Ach wär das Amt doch lobbyrein, mit Spatenstich und Bandschleifenschein. Doch leider, da steh’n sie schon wieder vorm Tor – die Bürger! Mit Forderung! Oh welch ein Chor!