
Wo ist Gott? (SZ Magazin 19.06.1992) - 21.06.1992
Wo ist Gott? Süddeutsche Zeitung Magazin neunzehnter sechster neunzehnhundertzweiundneunzig Welch große Frage! Die Frage die uns bewegen sollte. Für mich als Christ also Jesus Nachfolgender ist solch eine Fragestellung eine Aufforderung, beziehungsweise eine Herausforderung, zum ersten kann ich der Welt nicht ihren Lauf lassen und mich schweigend daneben stellen, zum zweiten kann ich die Wahrheiten, die Gott mir in Jesus geoffenbart hat, nicht für mich behalten. Wehe mir, ich täte dies, nein die Liebe Gottes führt mich zu meinem Nächsten, um ihm Gottes einziges Angebot des Friedens mit ihm selber zu unterbreiten. Vergebung der Sünden zu erlangen, dieser Weg geht immer übers Kreuz. Gott führt den Menschen an einen Punkt, den man mit einer Kapitulation ohne zu stellende Bedingungen vergleichen könnte. Dort auf Golgatha stand das Verbrecherkreuz, das Blutwerkzeug, das den Verbrecher nackt zur Schau stellte auch Jesus hing nackt am Kreuz. An einem dieser Kreuze litt der Sohn Gottes, aber nicht um unser Mitleid zu erwecken, er litt auch nicht um für schnulzige Darstellungen zu posieren. Nein, er starb für Deine und meine Schuld. Schuld gibt es genug, die schlimmste ist so zu tun, als wäre man unschuldig. Sünde ist Realität in unserem Leben. Wir vermeiden tunlichst von Sünde zu reden, wir bäumen uns auf, wenn Gott uns sagt, es gibt nur einen Weg, der zum Heil führt. Die biblischen Aussagen werden frisiert und nach theologischen Richtungen mal so und mal so gebogen, zu guter letzt hat man einen sogenannten christlichen Glauben, aber halt ohne Christus. Die Verzweiflung der Rebellion endet in solchen Sätzen wie „Gott ist tot.“ Wobei bemerkenswert ist, jemand der jemanden für tot erklärt, muss irgendwann zu einem Zeitpunkt es für möglich, ja sich sogar sicher gewesen sein, dass dieser Jemand gelebt hat. Ich glaube und so erfahre ich es Tag für Tag, die Menschen wollen einen Gott der ihnen nachfolgen soll, ein Gott der Schlechtes gutheißen soll. Sie suchen nach Rechtfertigung für ihre Wege. Nun sind wir so weit, dass wir Satan ansprechen müssen. Ich glaube, der Satan ist schlauer als unsere Intellektuellen, er will den Menschen den Blick auf den fleischgewordenen Gott, Jesus, versperren beziehungsweise verschleiern. Mit welcher Wucht dies geschieht erleben Christen täglich, doch sagt uns Gottes Wort, Jesus ist gekommen um die Werke des Teufels zu zerstören. Dieses geschah am Kreuz wo Jesus starb. Die Welt sagt Torheit, es ist eine Schwachheit einem Jesus zu folgen, der am Kreuz sein Ende fand. Jedoch genau am Kreuz müssen wir zum Ende kommen. Keine Religion kennt etwas Vergleichbares, überall heißt es besser werden, sich den Himmel zu verdienen wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen, kommt das bekannt vor, in diesem Verdienen soll der Mensch opfern. Ob es die Opfer eines Sonnenkultes, einer Naturreligion, oder die der sogenannten christlichen Religion sind, wir werden uns niemals mit Gott mittels unserer Opfer versöhnen können. Es liegt am Kreuz, ein Opfer hat alle Opfer beendet. Ja was meinen Sie, das ist ja gerade das Haaresträubende, was jeden Religiösen auf die Palme bringt. Nichts vollbringen zu können, das ist die Qual der Religiösen. Gerade die Massen der angeblichen Christlichen Kirchen zeugen von dem nicht zuende gekommenen Menschen. Die alte katholische Kirche und ihre größten Abspaltungen, die evangelische Kirche, scheitern gerade am Kreuz. Es funktioniert nicht wie wir es wollen, da hilft auch keine spirituelle Renaissance. Gott hat ein Ziel und das ist sein Christus, dieser Christus wird widerkommen. Das ist Geschichte, so wie es Geschichte war, das Jesus vom heiligen Geist gezeugt, ohne Bezug zur Sünde, von einem Weibe geboren wurde. Es ist Geschichte, der Kreuzestod, und vor allem die Auferstehung. Wo ist Gott? Wo ist Gott? Mohamed lebte und starb und aus wars mit ihm, auch sein Knie muss sich vor dem Christus beugen. Und so ergeht es jedem Religionsstifter. Die Kraft Gottes ist der heilige Geist und dieser bezeugt Jesus, zur Ehre des Vaters. Jesus ist auferstanden und dieser Auferstandene ist der, der ein jedes Urteil über einen jeden einzelnen Menschen spricht. Unvorstellbar, doch Gottes Wort bezeugt dies. Gott geht es nicht darum, uns ein Krisenkonzept in die Hand zu geben, er ist ganz anders, er hat Christus für uns zum begehbaren Weg gemacht. Er hat uns in ihm reich gemacht, die Welt um uns her verfällt in Ängste, sie meint ihre Konzepte Ideologien retten. Nein, nein, das ist nur ein Schleppen, ein Dahinschleppen zum Tod, und wir schleppen uns zutode. Ein Marsch für Jesus, ja das gibt es auch , hört sich gut an, oder? Hinterfragen sie doch solch ein Spektakel. Wo ist Gott? Im Alltag? Ein Leben mit Jesus ist ein Leben wo Sünde gerichtet wird, wo Heiligkeit gelebt wird. Warum, weil Gott uns in Jesus als Heilige sieht. So verschüttet sind viele christliche Wahrheiten durch angebliche Christen, sie haben Gottes Wort entstellt. Eines ist sicher, Gottes Angebot steht noch unverrückbar.

