
Ein Haus voll stummer Stimmen (live)
Strophe 1 „Erzähl mir mehr“, sagt die Frau, ihr Blick ist müd’ und schwer, sie trägt die Last von vielen, doch sie trägt sie nicht mehr. Ihr Haus voll stummer Stimmen, die sie jede Nacht besucht, und sie bittet mich um Wahrheit, die sie selbst schon lang verflucht. Strophe 2 Ein Mann kam her mit Hoffnung, doch die Schatten blieben laut, wir wollten beide fliegen, doch der Mut war nicht gebaut. Der Gerald im grellen Licht, sein Herz halb Stein, halb Glas, doch er spielt sich wieder frei — für dich, für mich, für das. [Instrumental] Strophe 3 „Erzähl mir mehr“, ruft ein Kunde, sein Held fällt Stück für Stück, er fragt, ob dieses Haus ihn hält und nimmt ihm sein Geschick. Sie sagt: „Ich war’s, die dich geführt hat, wo die Angst im Winkel steht, wo die Madam durch Ritzen späht und kein Bett die Nacht versteht.“ Strophe 4 Ich halt dich nicht gefangen, nur der Raum hält dich hier fest, er kennt die Namen aller, die er schweigend bei sich lässt. Die Richter unsrer Fehler sitzen schweigend an der Wand, und du wirst fast mein Bruder, wenn du hier in meiner Hand. Strophe 5 Gerald, ein Funken Feuer, der im Dunkeln leise bricht, und ich schwör: Wär’s anders ausgegangen, wär’ Dank mein einzig Licht. Ja, ich schwör: Wär’s anders ausgegangen, wär’ Dank mein einzig Licht. [Instrumental]

