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6. Einer unter vielen!

V5

[Intro – groovy acoustic guitar, bass, light percussion] Montagmorgen, kurz vor acht, der erste Kaffee ist gemacht. Im Flur schon wieder viel Betrieb – willkommen in meinem Lieblingsteam. [Female voices] „Guten Morgen!“ [Male] „Morgen!“ [Female voice] „Kannst du mal eben …?“ [Male, laughing] „Da geht's schon los.“ [Verse 1] Ich schau mich bei der Teamsitzung um, und irgendwie fällt eines auf: Viele Frauen sitzen hier – und ich bin der eine Mann im Raum. Doch spätestens nach fünf Minuten ist das eigentlich völlig egal. Wir reden über Kinder, Pläne, Eltern, Dienste und Personal. Eine denkt an tausend Kleinigkeiten, einer bringt 'ne neue Idee. Und manchmal sind wir uns nicht einig – das gehört zum Team, ist schon okay. [Pre-Chorus] Denn wir müssen nicht gleich denken, wir müssen nicht gleich sein. Wenn jeder etwas anderes mitbringt, passt am Ende mehr hinein. [Chorus – children's choir joins] Einer unter vielen, und trotzdem mittendrin. Nicht der Mann im Frauenteam – ich bin einfach, wer ich bin. Wir lachen und wir streiten, wir planen Hand in Hand. Denn ein gutes Team entsteht nicht, weil jeder dasselbe kann. Frauen, Männer – ganz verschieden, doch gemeinsam geht es weiter. Denn was eine Kita wirklich braucht, sind Menschen an der Seite. [Verse 2 – playful] Beim Basteln liegt der Kleber natürlich wieder irgendwo. [Female voice] „Bei dir!“ [Male] „Bei mir?“ [Female voice] „Direkt vor dir.“ [Male] „Ach so.“ Der Dienstplan wurde dreimal geändert, der Drucker streikt seit halb nach acht. Ein Kind sucht seinen zweiten Handschuh, und keiner weiß, wer Kaffee macht. Dann ruft jemand aus der Mensa: „Wir brauchen hier noch eine Hand!“ Und plötzlich laufen alle gleichzeitig – ganz normal im Kindergartenland. [Chorus – stronger] Einer unter vielen, und trotzdem mittendrin. Nicht der Mann im Frauenteam – ich bin einfach, wer ich bin. Mal brauch ich eure Hilfe, mal braucht ihr Hilfe von mir. Denn keiner trägt den ganzen Laden, gemeinsam schaffen wir es hier. Frauen, Männer – ganz verschieden, jeder bringt ein Stückchen mit. Und genau aus diesen Unterschieden entsteht am Ende unser Team. [Verse 3 – music becomes warmer] Natürlich gibt es Tage, da geht man sich auch auf den Geist. Wo ein falsches Wort am Morgen bis zum Nachmittag noch beißt. Wir sehen manches unterschiedlich, wir machen nicht immer alles gleich. Doch wenn es wirklich darauf ankommt, stehen wir gemeinsam für die Kinder ein. Denn hinter jeder guten Kita stehen Menschen, die man selten sieht. Die planen, trösten, putzen, reden, auffangen, wenn etwas geschieht. [Bridge – piano and soft bass] Und vielleicht braucht ein gutes Team nicht noch mehr Menschen, die gleich sind. Vielleicht braucht es Menschen, die anders denken. Andere Erfahrungen. Andere Stärken. Andere Blickwinkel. Eine Kollegin sieht etwas, das ich übersehen habe. Ich habe eine Idee, auf die jemand anderes nicht gekommen wäre. Und plötzlich wird aus: „Ich würde das anders machen“ kein Problem mehr – sondern eine Chance. [Build-up – drums slowly return] Nicht Frau gegen Mann. Nicht jung gegen alt. Nicht: „So haben wir das immer gemacht.“ Sondern: Was brauchen unsere Kinder? Und wie schaffen wir das gemeinsam? [Final Chorus – full band, big children's choir] Einer unter vielen, und genau da gehör ich hin! Nicht als Quotenmann im Team – sondern weil ich Erzieher bin! Wir dürfen unterschiedlich denken, wir dürfen unterschiedlich sein. Denn Vielfalt, die wir Kindern zeigen, muss auch bei den Großen sein! Frauen, Männer – Hand in Hand, viele Menschen, viele Stärken. Kinder sollen jeden Tag diese Vielfalt bei uns merken! Keiner kann hier alles können. Keiner schafft das ganz allein. Doch aus vielen unterschiedlichen Menschen kann ein richtig gutes Team entstehen! [Final – music drops briefly] [Female voice] „Thorsten, kannst du noch mal eben …?“ [Male] „Ich wusste, dass das noch kommt.“ [Children laughing] [Outro – children's choir softly] Einer unter vielen … und trotzdem mittendrin. [Male, softly] Und genauso soll's auch sein.