
[Strophe 1] Früh um vier, der Himmel grau Salz auf der Haut, kalt wie Sau Kein Wort zu viel, nur Wind im Ohr Der Kutter schneidet sich stur nach vorn Die Netze schwer, die Finger taub Der Tag beginnt im Dieselstaub Egal ob Sturm, egal ob Licht Die See verzeiht dir nicht – gar nichts [Refrain] Drei Mann, ein Motor, der im Rumpf nur schreit Der Rhythmus aus Stahl hält uns wach für die Zeit Ob Sonne, ob Regen, das interessiert hier keinen Nur wie viele Kisten wir heute noch anleinen [Strophe 2] Die Wellen schlagen gegen die Knochen Der Kaffee kalt, der Rücken fast gebrochen Die Möwen lachen irgendwo Doch keiner hier ist wirklich froh Die Quote zählt, nicht wie es dir geht Nicht ob der Wind dir ins Gesicht weht Die Hände aufgerissen, Blut im Tau Doch weiter, immer weiter – Mann, genau [Refrain] Drei Mann, ein Motor, der im Rumpf nur schreit Der Rhythmus aus Stahl hält uns wach die Zeit Ob Sonne, ob Regen, das interessiert hier keinen Nur wie viele Kisten wir heute noch anleinen [Bridge] Im Rumpf schlägt Eisen seinen Blues Dumpf und tief, kein Ausweg, kein Schluss Jeder Schlag ein Takt, jeder Takt ein Tag Und keiner fragt, wie lange ich das noch mag [Strophe 3] Die Nächte kurz, die Tage lang Das Meer singt seinen alten Song Von Männern, die nie wirklich ruh’n Und immer nur das Gleiche tun Heuer kommt, wenn Kisten voll Sonst war das alles hier umsonst, jawoll Also zieh das Netz und halt dich fest Bis dich die See irgendwann verlässt [Refrain] Zieh das Netz! Halt das Deck! Scheiß aufs Wetter – wir zieh’n das weg! Motor brüllt, Herz schlägt mit – Kisten voll, sonst war’s ein Tritt! [Outro] Früh um vier, wieder raus aufs Meer Der Kreislauf beginnt, als Seebär Der Motor lebt, und wir sind dabei Drei Mann, ein Kutter… und die See bleibt frei

