
[Strophe 1] Aus Stein geboren, aus Staub gemacht, steh ich am Rand der letzten Nacht. Meine Flügel tragen keine Zeit, nur das Gewicht der Ewigkeit. Die Städte schweigen, kein Gebet, kein Mund, der meinen Namen fleht. Ich kam zu spät, ich kam allein, um Zeuge eures Endes zu sein. [Refrain – getragen, dunkel] Ich bin der letzte Bote, gesandt, doch nie gehört. Ich trage keine Hoffnung, nur das, was euch zerstört. Kein Licht folgt meinen Schritten, kein Himmel kennt mein Wort – ich bin der letzte Bote, und dies ist euer Ort. [Strophe 2] Meine Hände leer, mein Blick aus Blei, was ich berühr’, wird still und frei. Nicht aus Gnade, nicht aus Zorn, nur weil ich so geboren wor’n. Ich zähle keine Sünden mehr, die Welt ist längst zu müde dafür. Die Engel fielen einer nach dem andern – ich blieb, um durch die Asche zu wandern. [Refrain – intensiver] Ich bin der letzte Bote, mein Schweigen ist Gesetz. Wo ihr Erlösung suchtet, liegt jetzt nur kaltes Netz. Ich bringe keine Warnung, kein Zeichen, keinen Tod – ich bin nur die Erinnerung, dass es einst Hoffnung bot. [Bridge – gesprochen, leise] Ich klopfe an keine Türen mehr. Niemand öffnet. Niemand wartet. Ich stehe hier… weil niemand sonst geblieben ist. [Letzter Refrain – langsam, verhallend] Ich bin der letzte Bote, mein Weg ist längst verbrannt. Was einst nach Himmel roch, ist nun nur noch Asche im Land. Wenn ihr mich endlich seht, ist alles längst verloren – denn ich bin nicht gesandt, um zu retten, sondern um zu bezeugen, was ihr geboren habt. [Outro] Kein Flügelschlag. Kein Gebet. Nur Stille. Und ich.
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