Ich trage einen stillen Ton in mir Wie Abendlicht auf altem Stein Ein Hauch von Sehnsucht in der Luft Und dennoch bin ich nicht allein Ich seh die Spuren, die die Zeit Ganz leise in die Tage schreibt Und manchmal bleibt mein Herz noch stehen Wenn etwas Schönes weiterzieht Doch zwischen all den stillen Fragen Die ich so lange mit mir trage Hör ich ein Lachen aus der Ferne Das mich an etwas erinnern mag Ich will mehr Himmel über meiner Tiefe Mehr Licht zwischen den Zeilen sehn Nicht weniger fühlen, nicht weniger träumen Nur etwas leichter durch das Leben gehn Ich will die Wehmut nicht verlieren Sie hat mich vieles gelehrt. Doch neben ihr soll Leichtigkeit wohnen Weil auch sie einen Platz verdient Manchmal sitzt die Melancholie Am Fenster und schaut in die Nacht Dann kommt die Leichtigkeit vorbei Und fragt, worüber sie gerade wacht Sie zeigt auf eine Pfütze im Regen Auf einen Vogel im Wind Und plötzlich muss ich lächeln darüber Wie wunderbar wir Menschen sind Und all die kleinen hellen Dinge Die oft so still vorüberziehn Beginnen langsam grösser zu werden Seit ich gelernt hab, sie zu sehn Ich will mehr Himmel über meiner Tiefe Mehr Licht zwischen den Zeilen sehn Nicht weniger fühlen, nicht weniger träumen Nur etwas leichter durch das Leben gehn Ich will die Wehmut nicht verlieren Sie hat mich vieles gelehrt Doch neben ihr soll Leichtigkeit wohnen Weil auch sie einen Platz verdient Denn das Leben ist nicht entweder oder Nicht nur Sonne, nicht nur Meer. Manche Wellen tragen Traurigkeit Und Freude zugleich zu uns her Und vielleicht ist Frieden nichts anderes Als beides in sich zu verstehn Die Tiefe darf bleiben Und trotzdem darf ich lächelnd gehn Ich sammle Licht zwischen den Worten Dort, wo die Stille atmen kann Die Sehnsucht sitzt noch an meiner Seite Doch sie lächelt mich inzwischen an Und über allem spannt sich leise Ein Himmel, weit und unverstellt Nicht weil die Tiefe kleiner wurde Sondern weil das Licht hinein fällt Mehr Himmel über meiner Tiefe Mehr Weite in meinem Blick Die Melancholie bleibt meine Begleiterin Doch Leichtigkeit geht mit Und wenn die Tage dunkler werden Erinnert mich ein leiser Klang Dass selbst in einer sehnsuchtsvollen Seele Immer auch ein Lied begann Wenn der Abend leise kommt Und Gold auf alte Wege legt Dann weiss ich, dass die Seele wächst Wenn sie sich zwischen beidem bewegt Zwischen Sehnsucht und Vertrauen Zwischen Weite und Daheim Trägt die Melancholie die Wurzeln Und die Leichtigkeit den Sonnenschein Mehr Himmel über meiner Tiefe Mehr Horizonte in mir drin Nicht weniger fühlen, nicht weniger träumen Sondern offener für das Leben sein Die Sehnsucht bleibt an meiner Seite Doch das Licht hat mich berührt Die Tiefe hält die Wurzeln fest Während die Leichtigkeit mich führt Die Sehnsucht darf bleiben Das Licht darf kommen Und ich darf beides sein Zwischen den Worten wohnt mein Herz Die Melancholie gibt ihm Tiefe Die Leichtigkeit verleiht ihm Flügel.