Es riecht nach Moder überall. Die Wände stehen schräg. An einer Mauer sieht man noch, hilflose Kritzelei. Die Gegend ist wie tot. Beton lässt mich nicht wandern. Da seh ich sie in all dem Chaos, trotzig und mutig: drei zarte Pflänzchen, ein wenig an die Wand gelehnt. Bunkerblumen, an diesem Ort des Todes, wie ein Versprechen des Lebens an uns. Wie haltet ihr das aus? Ein Ort von unsagbarem Leid. Doch ist das jetzt Vergangenheit. Ich atme auf. Das Leben setzt sich durch, mit oder ohne uns. Bunkerblumen, wie ein Versprechen des Lebens an uns.