(Intro: Marschtrommel im 4/4-Takt, dumpfe Stiefelschritte im Morast, ferner Geschützdonner der Dicken Bertha, ein schriller Pfiff der Offizierspfeife leitet in ein schleifendes, tiefergestimmtes Riff über) (Strophe 1 – Das Erstarren der Front / 1914) Der Schlieffen-Plan verrottet an der Marne! Blanker Stahl versinkt im Lehm. Kein rascher Sieg, kein Heldentum – Der Spaten gräbt das Massengrab. Vierhundert Meilen Stacheldrahtverhau, Vom Ärmelkanal bis an die Schweizer Wand. Trommelfeuer bricht den Geist, Zerrissene Nerven, Granatschock-Wahnsinn! (Marsch-Groove 1 – Blastbeats brechen kurz ein, gehen über in stampfenden Halftime-Beat) Links! Rechts! Tritt ein in den Dreck! Grabenfuß und Brandgeruch. Tausend Rohre kalibriert, Einzelschuss und Massenmord! (Refrain – Tiefes Death-Metal-Growl) Materialschlacht! Totentanz im Trichterfeld! Das Mahlwerk mahlt, kein Gott verweilt! Mörser, Gas und Stacheldraht, Gleichschritt in das Leichenbad! Flanderns Erde kocht in Blut, Erstickt in Asche, Kalk und Wut! (Strophe 2 – Die Grüne Wolke / Ypern 1915 & Verdun 1916) Zweiter Ypernbogen – Gelbkreuz bricht die Nacht, Chlorgas kriecht durchs Niemandsland! Verätzte Lungen schreien stumm, Blasen werfen Haut und Fleisch. Vor Verdun blutet Frankreich leer, Zwölf Millionen Tonnen Eisenregen! Fort Douaumont verschlingt Bataillone, Knochenmehl und faulend Fleisch als Fundament! (Bridge – Dissonante Black-Metal-Gitarrenwände, schleppender Snare-Roll) Schwarze Silhouetten taumeln blind. Flammenwerfer brennen Unterstände aus. Maxim-MGs mähen Reihen nieder: Zweihundertfünfzig Schuss pro Minute – Die Sense der Moderne! Verwesung riecht nach nassem Kalk, Die Ratten mästen sich am Kadaverberg! (Strophe 3 – Die Hölle an der Somme & Passchendaele / 1916–1917) Erster Juli, Somme-Morast: Zwanzigtausend Briten fallen an Tag eins. Vickers-Salven hacken Gliedmaßen ab, Stahlkollosse kriechen voran – Mark I im Feuer! Zu Passchendaele säuft die Jugend ab, Flüssiger Schlamm zieht Verwundete hinab. Kein Vorankommen, kein Rückzug mehr, Nur noch Ersticken im Granatentrichter-See! (Gitarrensolo – Dissonant, schleppend, unbarmherzig, untermalt von Marschtrommeln und Basspedal-Doublebass) (Strophe 4 – Das letzte Aufbäumen / 1918) Unternehmen Michael – Kaiserschlacht entfesselt! Stoßtrupptaktik bricht die Linien auf. Sturmbataillone im Giftgasnebel, Handgranatenbündel räumen Gräben leer. Doch die Spanische Grippe rafft die Reste hin, Hungerwinter, Heimattrümmer, Meuterei! Hundert Tage Gegenstoß – Die Hindenburg-Linie birst entzwei! (Refrain – Volle Wucht, tiefste Growls doppelt mit heiserem Black-Metal-Kreischen unterlegt) Materialschlacht! Totentanz im Trichterfeld! Das Mahlwerk mahlt, kein Gott verweilt! Mörser, Gas und Stacheldraht, Gleichschritt in das Leichenbad! Flanderns Erde kocht in Blut, Erstickt in Asche, Kalk und Wut! (Outro – Tempo verlangsamt sich zu einem schleppenden Funeral-Doom-Marsch) Elfte Stunde. Elfter Tag. Elfter Monat. Das Waffenstillstandssignal ertönt im Nebel. Neun Millionen Soldaten tot. Ein Kontinent gebrochen. Die Gräber schweigen. (Dumpfer, hallender Trommelmarsch verhallt allmählich im Regenrauschen)