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SONG 2: Der Klick aus dem Nichts (Die Antwort an Andrea)

V6

[Verse 1] Der Monat ist lang, die Raten sind hoch, ich suche nach Arbeit, nur ein bisschen noch. Ein kleiner Job nebenbei, um den Sturm zu überstehn, doch sie wollen keine Hände mehr, die Scheine weitergebn. Mein Junge wollt dem Bauern auf dem Felde stehn beiseit, ein paar Münzen für den Sommer, für eine gute Zeit. Doch die Taschen bleiben leer, das System zieht den Kreis, jeder Cent wird kontrolliert, alles hat seinen Preis. [Chorus] Oh, sie nehmen uns das Taschengeld aus der Hand, ziehen eine unsichtbare Mauer durch das Land. Kein Notgroschen mehr im Sparschwein an der Wand, keine Freiheit mehr, die man im Kleinen fand. Sie nennen es Fortschritt, sie nennen es modern, doch wir driften immer weiter von der Freiheit weg, mein Herr. Oh, von der Freiheit weg, mein Herr… [Verse 2] Oma legt kein Geld mehr in die Geburtstagskarte rein, kein heimlicher Schein mehr im Urlaubssonnenschein. Das Sparschwein für die Kinder, um zu lernen, was es braucht, wurde vom digitalen Wind einfach aufgeraucht. Zwanzig Dollar jede Woche, versteckt für schlechte Tage, für den Traum in der Zukunft, ohne jede Frage. Jetzt verkaufen wir die alten Sachen nicht mehr auf dem Platz, kein kleiner Handel mehr, kein verborgener Schatz. [Chorus] Weil sie nehmen uns das Taschengeld aus der Hand, ziehen eine unsichtbare Mauer durch das Land. Kein Notgroschen mehr im Sparschwein an der Wand, keine Freiheit mehr, die man im Kleinen fand. Sie nennen es Fortschritt, sie nennen es modern, doch wir driften immer weiter von der Freiheit weg, mein Herr. [Bridge] (Musik wird intensiver, die Bläser setzen klagend ein) Sie sagen, es ist sicherer, sie sagen, es ist clean, doch ich sehe nur, wie wir vor ihren Augen knien. Die Banken zählen jeden Pfennig, den du mühsam besitzt, jeder Schritt wird aufgezeichnet, jede Bewegung geritzt. Ein einziger Klick… und dein Konto ist blockiert, weil ein Algorithmus deine Existenz diktiert. Wo bleibt die Spende für den Mann auf der Straß‘? Alles wird vermessen mit digitalem Maß. [Guitar Solo] (Eine weinende, emotionale Soul-Gitarre übernimmt für ein paar Takte die Führung, getragen von Orgel-Akkorden) [Chorus] (Mit voller Energie, Backing-Vocals setzen kraftvoll ein) Oh, sie nehmen uns das Leben aus der Hand! Hinterlassen nur Zahlen in einem kalten Land! Kein Groschen mehr im Sparschwein an der Wand, keine menschliche Geste, die man früher fand. Sie nennen es Fortschritt, sie nennen es modern, doch ich halte meine Freiheit immer noch so gern! [Outro] Kein Bargeld mehr… Nur noch Spuren im Netz. Wer kontrolliert am Ende das Gesetz? (Der Rhythmus wird langsamer) Jeder Cent erfasst. Jeder Schritt gezählt. Haben wir uns diese Welt… wirklich selbst gewählt? (Die Musik blendet langsam aus, nur die Orgel bleibt auf einem letzten, fragenden Akkord stehen)