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Kann nichts Ändern

V6

[Strophe 1] Ich sehe Städte ohne Fenster, Asche liegt auf Kinderhaut. Sehe Hunger hinter Grenzen, während man sich Mauern baut. Ich sehe Menschen Namen tragen, die längst zu Zahlen wurden. Sehe Wahrheit unter Lügen und die Leisen unter Schutt. [Pre-Chorus] Ich könnte schreien, doch der Himmel hört nicht zu. Ich könnte kämpfen, doch was ändert schon ein Blut? [Refrain] Ich kann es nicht ändern. Ich kann es nicht heilen. Ich kann nicht verhindern, dass Menschen sich entzweien. Doch eines kann ich wählen, solange ich noch bin: Ich werde nicht zum Werkzeug. Ich beteilige mich nicht. [Strophe 2] Ich sehe Kinder ohne Eltern, Mütter warten auf ein Zeichen. Sehe Männer, die behaupten, dass Gewalt nur Mittel sei. Ich sehe Hass in schönen Worten, sehe Angst zur Waffe werden. Und ich kenne diese Stimmen, die versprechen, alles werde besser. [Pre-Chorus] Ich könnte folgen, weil das Folgen leichter ist. Ich könnte schweigen, weil man Schweigen nicht vermisst. [Refrain] Ich kann es nicht ändern. Ich kann es nicht heilen. Ich kann nicht verhindern, dass Menschen sich entzweien. Doch eines kann ich wählen, solange ich noch bin: Ich werde nicht zum Werkzeug. Ich beteilige mich nicht. [Bridge] Nennt mich feige. Nennt mich blind. Nennt mich naiv, wenn das einfacher klingt. Ich rette nicht die Welt. Ich verspreche euch das nicht. Doch wenn sie brennt, werde ich nicht selbst zum Licht, das andere verbrennt. Ich habe keine Antwort auf das Leiden dieser Zeit. Nur meine eigene Grenze und die Entscheidung: nicht. [Breakdown] Nicht für die Angst. Nicht für den Hass. Nicht für die Macht. Nicht für den Applaus. Wenn alles nach Vergeltung ruft, bleibe ich stehen. Wenn alle einen Feind verlangen, werde ich keiner. [Final Chorus] Ich kann es nicht ändern. Ich kann es nicht heilen. Ich kann nicht verhindern, dass Menschen sich entzweien. Doch eines kann ich wählen, solange ich noch bin: Ich werde nicht zum Werkzeug. Ich beteilige mich nicht. Und vielleicht ist das zu wenig. Vielleicht ist es viel zu klein. Doch wenn ich schon nichts ändern kann, dann muss ich nicht Teil davon sein. [Outro] Die Welt bleibt dunkel. Ich weiß. Aber meine Hände sind nicht an diesem Blut.