
▌│█║▌║▌║ 𝙇𝙮𝙧𝙞𝙘𝙨 𝙗𝙮 𝙏𝙧𝙞𝙥𝙎 ║▌║▌║█│▌ [Verse 1] Ey, guck mal … ich bin einsam as fuck und habe großen Liebeskummer, aber es könnte schlimmer sein, es könnte zum Beispiel so wie damals sein. Embryonalstellung im Bett, blutender Arm, der einzige Gedanke ist: „Ich will hier weg.“ Zum Glück bin ich aus dieser Phase rausgekommen, jetzt geister ich umher. Weder Ziel noch Bestimmung, aber ey … immerhin bin ich wieder mein eigener Herr. Die Idee für diesen Text ist mir auf dem Klo gekommen. Fuck … es ist schon 12 Uhr, ich sollte langsam ins Bett. [Verse 2] Mir geht’s eigentlich gut, ganz ohne Scheiß, ohne Flex. Ich mein, was ich damals alles tun musste, um mich so zu fühlen wie jetzt. Alkohol, Tabletten, Weed, hab gehofft, dass ich verreck. Meine Sorgen waren: Wie ich die Wunden nur versteck, oder woher krieg ich noch ’nen Gramm? Ich weiß, ist ziemlich whack. Jetzt sind es Sorgen wie: Verdammt, worüber schreibe ich den nächsten Track? Mental bin ich stabil, und trotzdem bin ich leer, wo kommt nur all diese Stille her? Ich finde das nicht fair … was muss ich denn noch alles tun? Ich wär so gerne wer. [Verse 3] Die letzte Line von grade eben ist noch ziemlich wichtig. Dieses Thema fickt mich, denn ich finde mein Gesicht nicht. Was ich damit mein? Na, dass der Egotod mir alles nahm. Was ich heut so gerne wär, das zu verstehen ist nicht wirklich schwer. Wie würdest du dich fühlen, wenn dir genommen wird, was dich ausmacht und bestärkt? Jetzt such ich jemanden, der mich noch mal lehrt, wieder zu leben, und mir mein verzweifeltes Verhalten erklärt. Damit meine ich keinen Arzt, ich sag euch, was mir lieber wär: Einfach eine Frau, die sich für die Person interessiert, die euch so aktiv den Rücken kehrt. [Verse 4] Aber guck mal, das Ganze ist ja schon ’ne Weile her. Mittlerweile ist mein Leben ja gar nicht mehr so schwer. Für all die Negativität gibt’s doch gar keinen Grund, ich hab jetzt sogar einen Hund. Ich liebe dich, Teddybär. Trotzdem schwirren all diese Gedanken umher, und ich frage mich, warum wiegt mein Herz plötzlich so schwer, Kopf und Seele vertragen sich nicht mehr. Kein Plan, ob sich da überhaupt noch was machen lässt, wenn der Schaden einmal sitzt. Wie ein Mantra wiederhole ich im Kopf den Gedanken: „Ich brauche dich“, und dabei weiß ich nicht mal, wer du überhaupt bist. Aber falls es dich gibt, bin ich mir sicher, du findest mich. Und falls nicht, ist das halt so, denn die wichtigste Person in meinem Leben bin immer noch ich

