
Requiem für Jene ohne Namen
**(Intro – Klagende Pfeifenorgel, ferne Orchesterstreicher)** (Ätherischer / opernhafter Chorgesang – Latein): Requiem aeternam dona eis... In umbra silentii. Audi clamorem eorum... Sine nomine. **(Strophe 1)** Wo stolz der Marmor in den Himmel ragt, Und goldner Stein von Herrschermacht erzählt, Liegt stummes Land, von Schattenschein umjagt, Ein Meer aus Asche, einsam und gequält. Die Tinte trocknet auf dem roten Schein, Die Fahnen fallen, doch ihr Geist vergeht nicht ganz, Aus der Geschichte tilgte man die Reih'n, Vom Dogma blind verschlungen ohne Glanz. **(Pre-Chorus – Spannung baut sich auf; Blastbeats leiten Black-Metal-Gitarren mit symphonischen Streichern ein)** *(Harsh / Gekreischter Gesang):* Aus Eisen und aus Glaubenswahn gemacht, Wird Leben schemenhaft zur finstren Nacht! Kein Grabstein unterm frostig-kalten Zelt, Kein Wort, das diesen blinden Mord erhellt! **(Refrain – Volle Crossover-Explosion: Furioses Black-Metal-Riffing, Opernchor & dualer Harsh-/Klargesang)** *(Dualer Gesang – Melodisch & Geschrien):* Hört das Requiem für jene ohne Namen, Aus dem Staub gestürzter Throne bricht das Licht! Offenbarend, was sie grausam einst ersannen, Auf Gebeinen, die das Fundament zerbricht! *(Chor):* *Miserere!* Kein Nachruf hallt, kein Glockenklang erklingt, Wir ehren die, die man ins Dunkel stieß, Aus dieser Welt ins stumme Nichts gezwungen – Wir tragen jeden Funken, der verblieb! **(Strophe 2 – Mid-Tempo, trauervolle Atmosphäre mit kalten Orchester-Pads)** *(Klargesang):* Ein Schlag zur Nacht, ein Schatten, der verweht, Geleerte Akten, stumm vom Tod geweiht. Der Schlächter weiß genau, worum es geht, Und raubt den Toten jede Grabeshuld zur Zeit. Sie nannten Fortschritt diesen Wahn im Recht, Ein Opfer für ein trügerisches Morgenrot, Erloschen ist ein ganzes Menschengeschlecht, Bis jede freie Stimme schwieg im Tod. **(Bridge – Kirchenglocke läutet, kaltes Spoken-Word geht in einen ansteigenden Schrei über)** *(Spoken Word / Flüstern):* Macht nährt sich vom Schweigen. Die Geschichte schreibt die Hand des Henkers. *(Crescendo – kreischende Streicher, beschleunigende Doublebass)* *(Black-Metal-Schrei):* DOCH ASCHE WIRD NICHT ZU STAUB VERGEHN! DIE ERDE LÄSST DIE SCHULD NICHT UNGESEHN! **(Gitarren- & Synth-Solo – Melodisches, klagendes Tremolo, getragen von einer emporsteigenden klassischen Violine)** **(Refrain – Maximale Intensität)** *(Dualer Gesang / Voller Chor):* Hört das Requiem für jene ohne Namen, Aus dem Staub gestürzter Throne bricht das Licht! Offenbarend, was sie grausam einst ersannen, Auf Gebeinen, die das Fundament zerbricht! *(Chor):* *Requiem!* Kein Nachruf hallt, kein Glockenklang erklingt, Wir ehren die, die man ins Dunkel stieß, Aus dieser Welt ins stumme Nichts gezwungen – Wir tragen jeden Funken, der verblieb! **(Outro – Black-Metal-Raserei ebbt ab; ein einsames eindringliches Cello bleibt zurück)** *(Verklingender Opernsopran / Klargesang):* Nicht vergessen. Nicht getilgt. Durch die ew'ge, kalte Nacht... Ruht zur Ruh gebracht. *(Letzter Klavierakkord hallt in die Stille nach)*

