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Zebrastreifen Blues

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V4.5

[Strophe 1] Ich steh am Rand der Straße, die Laster donnern vorbei, Keiner schaut, keiner bremst – ich bin unsichtbar dabei. Hab nur meine kleinen Schuhe und den Mut in meiner Hand, doch vor mir rollt die Blechlawine durch das graue Stadtland. [Refrain] Oh, ich sing den Zebrastreifen-Blues, wo bleibt mein Streifen, der mich schützt und mir erlaubt zu geh’n? Ich will nicht betteln, will nicht warten, will versteh’n: Warum sind hier Schilder für Autos – doch keine für uns zu seh’n? [Strophe 2] Sie sagen: „Kind, pass gut auf, das ist hier kein Ort zum Spiel“, doch was, wenn ich nur rüber will – ist das denn schon zu viel? Ich seh die Kita, Freunde winken – doch der Asphalt bleibt heiß, zwischen mir und einem Lächeln liegt ein endlos Straßenkreis. [Refrain] Ja, ich sing den Zebrastreifen-Blues, wo ist das Weiß auf Schwarz, das mir ein Zeichen gibt? Ein Streifen, der das Tempo zähmt und mich liebt – der zeigt: Auch kleine Menschen haben Recht auf’n sicheren Schritt. [Bridge] Ich träum von weißen Linien, gemalt mit Kinderhand, von einer Stadt, die sieht, was hier am Rande stand. Nicht nur Blech und Eile zählt – sondern wer hier lebt, und dass man selbst als Kleiner seinen Fußweg hebt. [Refrain – leiser, dann lauter] Oh, ich sing den Zebrastreifen-Blues, doch mein Blues ist laut, der hallt durch jedes Viertel, bis jemand sagt: „Genug der Autos, es wird Zeit für Wandel, für dich und mich und all die Kinder, die heut noch warten müssen.“ [Outro – gesprochen mit Gitarrenbegleitung] Ich bin nicht klein. Ich bin wichtig. Ich will kein Mut – ich will ein Recht. Ein Zebrastreifen. Jetzt.