
Peter sticht in Wunden
[Intro, Stimme tief, atmosphärisch] Yeah. Manchmal guckst du nach oben, und im nächsten Moment bricht der Boden unter dir weg. Peter hat den Finger am Puls, aber die Nerven liegen blank. Zieh dir das rein. [Part 1] Mal steigst du auf wie'n Phönix, kriegst den Hals nicht voll, im nächsten Moment der Fall – doppelt so tief, keine Rolle, ob du wolltest. Es ist mit Leid verbunden, die Narben an der Seele glühen, Peter sticht in Wunden, nur um zu sehn, wie wir blühen – oder verwelken. Milliarden neue Schulden, die Rechnung zahlt die Überwachung, sie bauen goldene Käfige unter dem Deckmantel der Erleuchtung, Grauzonen-Spieler, sie beugen das Gesetz, als wär’s aus Gummi, ich blick in die Zukunft – „Really?“ – äh, nein, ich seh nur den Müll, den wir tun, sie. Die Brut ist wie Glut, wartet nur auf den Hauch von Wind, ein Atemzug reicht aus, damit die Gier wieder ihren Lauf nimmt. Das Flammeninferno, es frisst sich durch das Fundament, wir wären längst Asche, wenn das Volk sich nicht beim Namen nennt. Denn in Wirklichkeit, sind das da oben alles Ganoven, in feinen Zwirn gehüllt, während sie unsere Freiheit loben. (Hook) Mal steigst du auf, mal fällst du doppelt tief, das Schicksal schreibt den Text, doch das Leben ist das Archiv. Von Karli bis zum Penner, jeder trägt das gleiche Hemd, die Fassade ist poliert, doch das Innere bleibt fremd. Am Ende: Jeder nur ein Mensch, ja, wir sind alle gleich, Menschen machen Fehler – im Armen wie im Reichen-Reich. [Part 2] Die Leute fallen in den Zyklus der Gier, die Spirale dreht sich und dreht und dreht sich weiter, sie bauen Kameras auf, Nehmen uns ins Geheim auf, warum? „Transparenz“ heißt das Codewort für den digitalen Knast, während du dich fragst, warum du dich mit dem System noch befasst. Peter bohrt weiter, er braucht das Blut als Tinte für sein Blatt, doch guck dir das Spektakel an – die Seele ist vollkommen matt. Wir suchen Helden, doch finden nur Spiegelbilder unserer Schwäche, die gleichen Instinkte, die gleichen dunklen Bäche. Ob Karli im Anzug oder der Kerl an der Ecke, die Angst vor dem Versagen steckt in jeder meiner Flecken. Wir sind fehlerhafte Software in einem perfekten Design, doch ohne die Fehler, wären wir nicht, was wir sind: Wir allein. (Outro) (Beat wird spärlicher, nur noch Klavier) Jeder macht Fehler. Der Unterschied ist nur, wer sie sich leisten kann. Aber am Ende des Tages... Liegen wir alle in der gleichen Erde. Mensch sein, ist die größte Bürde. Und die größte Wahrheit. Yeah. Fade out


