
Tja, die deutsche Sprache - plötzlich stellt man fest, man liebt eigentlich nur ein Akkusativobjekt. Goethe, Schiller, all die großen Denker, wie schaffen die's nur? Bei mir klappt's nie! ------------------ [Verse 1] Ohh, WOW - Ich liebe "diese Frau!" So klang mein Herz, so klang's ganz genau. Doch dann überschlug sich die Grammatik tief in der Nacht, und was ich entdeckte, hat mich um den Schlaf gebracht. Denn plötzlich stand nicht mehr fest, ganz schlicht: "diese Frau" besitzt die Persönlichkeit gar nicht. Sie sei im Satz nur Objektmaterial, und seitdem wird mein Bedürfnis grammatikalisch fatal. [Refrain] Ich liebe "diese Frau", das war einmal mein Plan, doch jetzt zweifle ich den Sinn des Ganzen an. Ist das Gefühl real oder bloß Syntax pur? Verfolg ich Liebe oder Sprachstruktur? Ich liebe "diese Frau", doch was sagt der Befund? Der Duden lacht sich heimlich kugelrund. Wenn sie nur ein Akkusativobjekt sein soll, find ich das einerseits traurig, andererseits toll. [instrumental break] [Strophe 2] Dann lud ich ihr Possessivpronomen zum Tee, es sagte: "Komm mit auf grammatische Tournee." Doch als ich hörte: "mein", "dein", "sein", "ihr", dachte ich sofort: "Das wird mir viel zu possessiv hier." Ist die Romanze wirklich dieses Risiko wert, wenn jedes Pronomen Besitzansprüche erklärt? Vielleicht bleib ich lieber unverbindlich und frei und lade nur ein paar Adjektive zum Kaffee ein. [Refrain] Ich liebe "diese Frau", das war einmal mein Plan, doch jetzt zweifle ich den ganzen Satzbau an. Ist das Gefühl real oder Kopfkino, nur? Verfolg mich der Wahnsinn oder nur Nomenklatur? Ich liebe "diese Frau", doch was sagt der Befund? Der Duden lacht sich heimlich kugelrund. Wenn sie nur ein Akkusativobjekt sein soll, find ich das einerseits traurig, andererseits toll. [Bridge] Ein kleines Relativpronomen gab mir diesen Rat: "Such jemanden, der einen Hauptsatz hat." Der Artikel rief: „Bestimm sie nicht zu sehr!“ Doch da wurde die Sache noch viel komplizierter als vorher. Der Konjunktiv sagte: "Sie würde dich lieben." Doch leider ist die Aussage hypothetisch geblieben. Der Imperativ schrie: "Frag sie endlich mal!" Ich antwortete: "Nein danke, das wird mir zu verbal." [Letzter Refrain] Ich liebte "diese Frau" - zumindest theoretisch, doch inzwischen denk ich eher poetisch. Vielleicht war die Liebe von Anfang an nur ein gebeugter Fall von Grammatik auf Tour. Und sollte sie mehr sein als ein Satzbestandteil, dann wär das für mein Weltbild durchaus ein Vorteil. Doch bis ich die Wahrheit einmal versteh, bleib ich mit dem Dativ nur auf freundschaftlicher Höh'.

