
[Verse 1] Ich habe etwas sehr Schönes entdeckt ein Kleinod in der Autostadt. Kommt zu mir, Musen, zum Lied erweckt mir was der Tag nur müde, matt [Verse 2] aus kleinen Augenwinkeln sah. Hier liegt eine Reihe Dichter*innen, als Grabaufnahmen ruhig da die für uns magisch Zeit gewinnen [Verse 3] Mehr Zeit um ruhig zu entspannen auch wenn die Autos draußen dröhnen den Stress in dieser Ecke zu bannen um langsamer zu schwimmen im Schönen. [Verse 4] Der Himmel ist zwar grau bedeckt Doch das tut gut, ist angenehm wird wie das beste Eis geschleckt die Zeit gedehnt entspannt extrem. [Verse 5] Wie ruhig! Man will nirgendwo anders sein, fühlt sich daheim Mein Tinnitus selbst zirpte froh im romantischen Dichterheim [Verse 6] Doch das ist nur ein kleiner Teil, der Garten dehnt sich weiter aus, teils geht es hoch auch steil Neugier führt mich weiter hinaus. [Verse 7] Zu Skulpturen, die man aus Steinen schlug die alt sind, aus Sand einer Wüste die alt war, heiß war, kein Leben trug wo keine Blume, kein Garten grüßte [Verse 8] Doch das ist unendlich lange her das kann man einfach nicht glauben Sand wird fest, wird Stein, ist schwer und dieser Stein umrankt nun Lauben [Verse 9] bildet Bögen, biegt dünne Tore, die hingesät sind ohne Plan, dazwischen auch mal eine Amphore, was haben die Maurer da getan? [Verse 10] Ruinen sollen es wohl sein und alte graue Zeiten beschwören, das stupst uns zu den Dichtern hinein, dorthin, wo wir hin gehören. [Verse 11] Es geht noch etwas höher dort, doch werden die Wege da schmal, die Bäume tragen das Licht weit fort Da schaue ich beim nächsten Mal. [Verse 12] Ich schaute zurück zur langen Wand auf deren Verputz Steine schwimmen wie Orden auf gelblich-beigen Tuchgewand Einzelheiten kaum zu bestimmen. [Verse 13] Oh schon spät, die Zeit sie tickt, pocht im Handy rasend schnell, bin gleich fester eingestrickt, auch vom Magen klingt Gebell. [Verse 14] Also zurück in die heutige Zeit die Trockenheit der Firmenzahlen gefeiert werden sie weit und breit hinein in Stress und Zahlungsqualen. [Outro] Doch nicht mehr heute erst kommt die Nacht hier verschwinden die Leute, das Eisentor kracht.

