
[Title: Film im Kopp] [Style: German Rap, Ruhrpott Dialekt (Bochum/Essen), düster, cineastisch, Straßenrap, 808 Bass, atmosphärisch, mit Doubletime] [Intro] [Filmprojektor-Sound, leichtes Knistern] Hörma… läuft bei dir auch manchmal’n Film… den keiner sonst sieht? [Verse 1] Ich lauf durch die Gegend, alles wirkt normal, doch in meinem Kopp läuft’n anderer Kanal. Jede Szene doppelt, einmal echt, einmal gedacht, und ich merk, wie mein Kopf mir Geschichten selber macht. Blicke werden zu Zeichen, Geräusche zu’n Plan, jede Kleinigkeit fühlt sich bedeutungsschwanger an. Zwischen Realität und Interpretation, verlier ich manchmal komplett die Relation. Hörma – ich seh mehr, als vielleicht wirklich da is, oder weniger – je nachdem, wie der Film grad läuft, is klar, Digga. Manchmal ruhig, manchmal voller Action im Kopf, manchmal so laut, dass ich denk, gleich platzt mir der Kopp. [Hook] Film im Kopp – hörma, Szene für Szene, weiß nich mehr genau, was echt is von dem Geschehene. Film im Kopp – alles läuft ohne Schnitt, ich bin Hauptrolle drin, aber komm da nich mit. Pott – zwischen Wahrheit und Gefühl steh ich hier, und ich frag mich jeden Tach: wat gehört wirklich zu mir? [Verse 2] Jede Erinnerung wirkt wie’n Replay im Loop, jedes Wort wird zerlegt, bis es keinen Sinn mehr tut. Gedanken springen, bauen Bilder aus nichts, und ich steh mittendrin und verlier die Übersicht. Hörma – dat kann ruhig sein oder komplett eskalier’n, manchmal nur’n Flimmern, manchmal explodiert’s in mir. Zwischen Kopfkino und dem, was wirklich passiert, liegt nur’n schmaler Grat, der mich langsam verliert. Will dat stoppen, aber find keinen Knopf, weil der Projektor läuft weiter tief in meinem Kopp. Und egal, wie ich dreh oder wohin ich geh, der Film bleibt bestehen – egal, was ich seh. [Pre-Doubletime] Hörma… jetzt läuft dat schneller… [Doubletime] Frame für Frame, Szene für Szene, alles überschlägt sich, jede Wahrnehmung verzerrt, weil mein Kopf sich verselbstständigt. Zu viele Bilder gleichzeitig, kein klarer Fokus mehr, alles läuft parallel – ich komm da kaum noch hinterher. Gedanken schneiden Szenen neu, ohne Logik im Plan, und ich merk, wie ich langsam Realität nich mehr bann’. Alles wirkt wie’n Drehbuch, das ich selber nich schrieb, aber ich spiel jede Rolle, egal wie sehr ich mich verbieg. [Hook] Film im Kopp – hörma, Szene für Szene, weiß nich mehr genau, was echt is von dem Geschehene. Film im Kopp – alles läuft ohne Schnitt, ich bin Hauptrolle drin, aber komm da nich mit. Pott – zwischen Wahrheit und Gefühl steh ich hier, und ich frag mich jeden Tach: wat gehört wirklich zu mir? [Bridge] [Beat minimal, Projektor stoppt kurz] Hörma… was wenn dat alles… nur dein eigener Film is? [Hook – Outro Version] Film im Kopp – hörma, Szene für Szene, weiß nich mehr genau, was echt is von dem Geschehene. Film im Kopp – alles läuft ohne Schnitt, ich bin Hauptrolle drin… aber wer schreibt dat Script? Pott – vielleicht is dat alles nur Sicht… und dat, wat du glaubst… gibt’s vielleicht gar nich. [Outro] [Projektor läuft aus] …Ende offen.

