In Gräben tief, wo Kugeln singen, Wo Tod und Leben wild sich ringen, Da wächst Erkenntnis, stark und klar, Was einst verborgen, wird nun wahr. Gedanken schwirren wie Granaten, Zertrümmern alte Postulate, Im Donner der Geschütze laut, Wird Weisheit aus dem Nichts erbaut. Der Krieg, ein grausam harter Lehrer, Macht aus Soldaten Welterklärer, Im Angesicht der Endlichkeit, Entsteht ein Geist, der tiefer blickt. Kameraden fallen, Träume brechen, Doch aus den Trümmern hört man sprechen: "Was ist der Sinn in diesem Wahnsinn? Gibt's Hoffnung noch im Weltenschmerz?" Im Schlamm der Schlacht, da wird geboren, Ein Denken, das sich neu verschworen, Dem Leben einen Sinn zu geben, Trotz allem Leid, ein neues Streben. Die Heimkehr dann, mit and'rem Blick, Auf Welt und Mensch, auf Leid und Glück, Was einst banal, scheint nun bedeutsam, Was wichtig war, nun nebensächlich. So formt der Krieg Philosophen, Aus Männern, die dem Tod getrotzt, In Schützengräben, tief im Schlamm, Entstand ein neuer Lebensstamm. Sie tragen nun die Bürde schwer, Der Weisheit, die sie nie begehr', Doch in den Augen leuchtet still, Ein Wissen, das die Welt erfüllt. So lasst uns hören, was sie sagen, Die Denker aus den Schützengräben, Denn ihre Worte, hart erkämpft, Sind Perlen, die das Leben schärft.