[Verse 1] Vier Wochen zu lang hab ich dich nicht gesehen, dann wähl ich deine Nummer, und du sagst nur: Ich hab das Unglück vor die Tür gestellt, komm rein. Der Abend öffnet sich wie ein Fenster nach dem Regen, und es ist, als wär kein Tag vergangen. [Verse 2] Du läufst um dein Leben, die Schuhe federleicht, dein Haar ein Stück Licht, das dir vorauseilt. Ich bin die Dunkle, die Große, die Bleibende, ich komm dir nach, in meinem eigenen Takt. [Pre-Chorus] Du sagst, ich bin nicht zu fassen. Ich bin ein Wetter, das wiederkommt. [Chorus] Du läufst, ich komme nach. Zehn Jahre Weg tragen uns. Mal sind wir Sturm, mal Sonntag, mal zwei Gläser, die sich finden. Ich bin da, mehr als du denkst, weniger als du willst, und genau dazwischen lieben wir uns. (Du läufst, ich komme nach) [Verse 3] Ich bring dir weiße Blumen, du stellst sie ins Fenster. Du sagst, sie halten die Geister fern und holen das Glück ins Haus. Du bringst mir auch welche, und so geht es hin und her, zwei Hände, ein Strauß, der nie ganz verblüht. [Verse 4] An deiner Wand lehnen Bilder, nur fast fertig, ein Blau, das auf deinen nächsten Strich wartet. Ich sag: Mal weiter. Du sagst: Später. Ich sag es wieder, weil ich dein Licht schon sehe, auch wenn du es noch nicht anmachst. [Verse 5] Bei Politik verstehen wir uns nie, da wird der Tisch zu klein. Über unsere Kinder, gleich alt, lachen wir an derselben Stelle. Manchmal fliegt ein Satz, der brennt, dann schweigen wir, bis eine von uns anruft. [Bridge] Du sagst, ich male die Welt zu hell. Vielleicht. Man wohnt in Hellem besser, und du wohnst darin. Und wenn wir alt sind, bei mir ist ein Zimmer für dich, die Lampe brennt. [Chorus] Du läufst, ich komme nach. Zehn Jahre Weg tragen uns. Mal sind wir Sturm, mal Sonntag, mal zwei Gläser, die sich finden. Ich bin da, mehr als du denkst, weniger als du willst, und genau dazwischen lieben wir uns. (Du läufst, ich komme nach) [Outro] Komm rein. Das Unglück wartet draußen.