
Der Rabe und der Wurm Da gibt es den Raben, wir nennen ihn „Hermann“, seine Rabenspezln, wenn sie so denken wie wir, geben ihm den Spitznamen „Happy.“ Unser Rabe erlebt sein Leben a bisserl abseits im Münchner Norden, so zwischen Frötmanninger Heide und Oberschleißheim. Nun wenden wir uns dem Wurm der Geschichte zu, es ist der lustige und immer mit einem hintersinnigen Witz ausgestattete Wurm Fridolin, „Fridl“ für Freunde. Der Rabe Happy is wie aus dem Häuschen. „Du bist koa normaler Wurm.“ Und innerlich hat Happy beschlossen, den friss ih ned, weil mit wem ich red, den verdau ich ned. „Ja sogt da Happy, wenn ma groß is, oiso dir gegenüber gsogt, die Stimme bekommt wos Schnippisches, wenn ma groß is und weit oben ah is und du ganz unten, do sog ich dir, do stinkt`s nach Zwergen.“ Der Wurm erwidert. „Ah ha, du oiso siehgst mi als Zwerg, ich bin da Wurm Fridolin und bestimmt trotz meiner Jugend nicht der kleinste Wurm und überhaupt, bohr du mal den ganzen Tag Löcher.“ „Einer meiner wurmigen Verwandten hat mal gsagt, es gibt ja so viele Aufschneider, es soll sogar solche geben die dicke Bretter bohren. Ih glab ja, du bist auch so ein Aufschneider.“ Der Rabe, unser Happy, schüttelt den Kopf samt Schnabel. Oh, oh, Wurm, Wurm! „Ok, sagt, der Rabe, gestatten Happy. Aber Freunde sind wir nicht.“ So als wollt er sicher gehn, dass er nicht gehört wird. Genau in dem Moment kommt so ein Rabenkollege vorbei, lecker, ein fetter Wurm. „Ach deiner ist`s,“ schaut einen Blick zum Happy und fliegt weiter. Der schaut dem nach, was würde der wohl von ihm denken. Ich labere mit einem Wurm und wir bieten uns auch noch das Du an. „Du Rabe Happy, sagt der Friedl, mir wird`s jetzt irgendwie zu trocken, ih werd dann wieder mal…“ „Ja mach mal, ich muss dann auch weiter.“ Rabe und Wurm, wenn ma`s nicht wüsste, ma könnt denken, alte Spezeln verabschieden sich. Für`s erste ist wieder das tägliche Einerlei auf dem Feld hinter`m Schleißheimer Altersheim, oh Verzeihung Seniorenpark, dran. Wir können die beiden in ihrem Element erleben, der eine beim Fliegen und Rumhacken auf dem Felde, der andere beim Graben von Löchern kreuz und quer, kein lockerer, aber ein auflockernder Job. Unser Rabe, der Rabe dem wir folgen, ist ein guter Futterfinder, aber das beschreiben wir zwecks dem Wurm nicht zu ausführlich, er ist gut satt als er sich auf einem Feld hintern Oberschleißheimer Altersheim niederlässt. Hier ein Hacker, da ein Hacker, dort etwas gelangweilt, weil halt satt pickt er am Boden umeinander und auf einmal steht oder liegt unser Wurm vor dem Raben. Dem Wurm stockt der Atem, das war`s dann wohl, das letzte Loch wurde gelockert hinterlassen. Der Rabe mustert unseren Wurm und ob man`s glaubt oder nicht, wie ein übersatter Futtergast sagt sich der Rabe: „Na ned scho wieder so a Wurm der moant, er wär da leckerste am Felde.“ Aber das denkt unser Wurm gar nicht, der löst sich schon wieder aus seiner Totenstarre. Der Rabe möchte locker am Wurm vorbeihopsen, da pfeift ihm der Wurm nach: „Hey du feiger Rabe, wär ih dir ned guad genug oder hab ih di mit meim Blick daschreckt?“ Der Rabe schaut mit einem seitlichen Blick zurück. „Wos du Wurm, wos mechst von mir, sei froh, dass ih scho mehr ois guad gfrühstückt hab.“ Der Wurm mandelt sich weiter auf: „Drah di gscheit um, wennst a Rabe bist.“ Des lässt sich der Rabe nicht zweimal sagen und hops hops stehen sich die beiden gegenüber. „Ha mechst frech wern, solche wia dich, zehn am Tag“sagt der Rabe. Und unser Happy überlegt doch nochmal so einen Gedanken, ob er den Wurm als a Art Guadl betrachten sollt. Der Wurm Friedl durchkreuzt des Raben Gedanken. „Du sog moi, ich bin da Friedl für meine Spezln. Wia is des so, wenn ma so groß is wia du?“ Wie weggwischt is de gscherde anmachade Art des Wurms.

