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Wenn die Seele spricht

V6

[Intro – sanftes Klavier] [Strophe 1] Ich hab den Tag noch im Gesicht, die fremden Stimmen noch im Ohr. Die Jacke hängt im Flur, und ich hör deine Worte noch: „Bis morgen.“ So oft gesagt: „Das krieg ich hin“, so oft dabei mich selbst vertagt. Jetzt sitz ich hier und hör erst hin, was sich mein Herz noch nicht zu fragen wagt. [Pre-Chorus] Die Hände liegen auf den Tasten, ich weiß noch nicht, wohin es geht. Ein Ton darf bleiben, einer fallen, bis etwas in mir sich bewegt. [Refrain] Wenn die Seele spricht, hör ich wieder hin. Zwischen all der Angst spür ich, was ich will. Was ich nie gesagt, findet einen Klang. Ich will wieder lieben, auch mit dieser Angst. [Instrumental – kurze Antwort des Klaviermotivs] [Strophe 2] Da ist ein Lachen aus der Küche, ein altes Lied im Treppenhaus. Ich weiß noch, wie die Liebe klang, bevor die Stille bei uns einzog. Und manches, das ich längst verziehen, sitzt manchmal wieder neben mir. Doch wenn du fragst, ob wir uns sehen, will ich nicht fliehen vor der Tür. [Pre-Chorus] Die Hände liegen auf den Tasten, diesmal zieh ich sie nicht zurück. Ich spiel den Ton, vor dem ich Angst hab, und bleib noch einen Augenblick. [Refrain] Wenn die Seele spricht, hör ich wieder hin. Zwischen all der Angst spür ich, was ich will. Was ich nie gesagt, findet einen Klang. Ich will wieder lieben, auch mit dieser Angst. [Bridge – naher Gesang, wenige Klaviertöne] Vielleicht ist es ein leises Ja. Vielleicht: Ich möchte bleiben. Vielleicht darf etwas offen sein, das Worte nicht beschreiben. Ich muss noch keine Antwort haben, nicht wissen, wie es mit uns geht. Doch wenn ich meine Hand zurückzieh, erfahr ich nie, was draus entsteht. [Letzter Refrain] Wenn die Seele spricht, hör ich wieder hin. Zwischen all der Angst spür ich, was ich will. Was ich nie gesagt, findet einen Klang. Ich will wieder lieben. Mit dir fängt etwas an. [Outro] Ich lass den letzten Ton noch stehen. Vielleicht kannst du ihn mit mir hören.