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Regel 6 Kaltes Uhrwerk Stahl

​(Intro) Man sagt, ein Mann trägt die Welt auf dem Rücken, ohne zu ächzen. Man sagt, Tränen sind Wasser, das wir uns nicht leisten können. Doch was, wenn das Gewicht mich langsam in den Boden drückt? ​(Strophe 1) Ich ziehe die Rüstung an, jeden verdammten Morgen Verstecke die Trümmer, die Leere, die Sorgen Mein Spiegelbild ist ein Fremder, den ich kaum noch kenn’ Ein Schatten, der flieht, während die Brücken verbrennen Ich funktioniere wie ein Uhrwerk aus kaltem Stahl Doch jeder Schlag meines Herzens wird zur Qual. ​(Strophe 2) „Stell dich nicht so an“, „Beiß die Zähne zusammen“ Worte wie Benzin in den inneren Flammen Ich stehe im Regen, doch man sieht nicht, dass ich weine In einer Menge aus Menschen bin ich ewig alleine Ich baue Kathedralen aus Pflicht und aus Schein Doch wer zieht eigentlich in diese Ruinen ein? ​(Refrain) Warum ich? Warum bricht unter mir jedes Fundament? Warum ich? Warum bin ich der Einzige, der den Abgrund kennt? Ich bin der Fels in der Brandung, der heimlich zerfällt Ein einsamer Wächter in einer gefühllosen Welt Ich schreie ohne Ton, ich blute ohne Fleck Warum nimmt mir das Schicksal den letzten Rest weg? ​(Bridge) Die Stille ist lauter als jeder Kanonenschlag Ich zähle die Stunden bis zum Ende vom Tag Ein Mann zeigt keinen Schmerz, so wurde es gelehrt Doch dieser Stolz ist keine einzige Träne mehr wert. ​(Outro) Ich gebe nicht auf, weil ich nicht weiß, wie das geht. Ich stehe noch da, auch wenn kein Windrad sich dreht. Vielleicht ist die Antwort nicht das „Warum“, sondern das „Wie“. Wie lange bleibe ich hier, auf meinen zitternden Knie’n? Warum ich?