
[Verse 1] Alle laufen gleich, gleicher Takt, gleiche Bahn, gleiche Worte, gleiche Masken, gleicher Plan. Wer nicht passt, wird korrigiert oder erklärt, nicht verstanden, nur bewertet, normiert, kategorisiert. Du siehst mehr, doch das gilt hier nicht als Sicht, denn die Mehrheit braucht die Ruhe, nicht das Licht. Also dämpfst du deine Tiefe, mit viel Glück, nennst es Anpassung – und verlierst dich Stück für Stück. [Hook] Ich trag mein Gewicht, doch es passt nicht ins Bild, hier zählt nur, was sich fügt und sich stillt. Nicht zu laut, nicht zu tief, nicht zu weit, denn die Herde misst Wahrheit nach Gleichheit. [Verse 2] Manche stehen fest, wenn die Welt auseinanderbricht, doch zerbrechen leise an dem, was keiner sieht. Nicht der Sturm ist es, der sie niederzwingt, sondern das Flüstern, das ständig Bedeutung bringt. Zwischen Blicken, halben Worten, leeren Rollen, liegt der Druck, den sie nie benennen sollen. Und sie halten aus – nicht schwach, sondern klar, doch die Stärke bleibt unsichtbar, nicht offenbar. [Hook] Ich trag mein Gewicht, doch es passt nicht ins Bild, hier zählt nur, was sich fügt und sich stillt. Nicht zu laut, nicht zu tief, nicht zu weit, denn die Herde misst Wahrheit nach Gleichheit. [Bridge] Ist es Schwäche, nicht zu passen in das Maß? Oder Stärke, die nicht lebt im Durchschnittsglas? Wer entscheidet, was hier fehlt, was hier reicht, wenn nur zählt, was sich der Mehrheit angleicht? [Outro] Vielleicht ist das Problem nicht der, der anders steht, sondern die Welt, die nur in Mustern denkt. Denn was nicht passt, wird leise ignoriert – bis man vergisst, dass Vielfalt existiert.

