
Zwischen Wut und Liebe Strophe 1 Man sieht nur einen Mann, der irgendwann lauter spricht, doch keiner kennt den Weg, den er seit Jahren mit sich trägt. Eine Trennung hinterließ mehr als nur leere Räume, sie nahm Gewissheit, Nähe und gemeinsame Träume. Zwischen Elternrolle und dem ständigen Verlust, wuchs jeden Tag ein neuer Kampf in meiner Brust. Nicht gegen Menschen – gegen das Gefühl, als hätte ich im eigenen Leben kein eigenes Ziel. Strophe 2 Es war nicht ein Moment, der alles zerbrechen ließ, es waren tausend kleine Wunden, die niemand je verzieh. Enttäuschung wurde Alltag, Frustration mein Begleiter, und jeder neue Rückschlag machte die Last nur noch breiter. Die Kontrolle glitt mir langsam aus den Händen, egal wie oft ich hoffte, alles könnte sich noch wenden. Ich suchte Antworten, doch bekam nur Schweigen, während die Jahre leise an mir vorbeiziehen. Refrain Wenn ihr nur meine Wut erkennt, habt ihr mein Herz nie wirklich gekannt. Denn hinter jedem lauten Wort liegt ein Vater, der sein Kind niemals verlor. Ich kämpf nicht gegen Menschen, ich kämpf gegen die Dunkelheit. Für Liebe. Für Hoffnung. Für unsere gemeinsame Zeit. Strophe 3 Man nennt es Zorn – ich nenne es Ohnmacht. Denn echte Aggression war niemals meine Macht. Meine Wut entstand aus Verletzung und Schmerz, aus einem langsam müde werdenden Herz. Ich wollte reden, verstehen und vergeben, statt immer wieder gegen Mauern zu leben. Ich suchte Lösungen statt neue Kriege, doch manchmal gewinnt nur das endlose Schweigen. Strophe 4 Gerechtigkeit war nie nur irgendein Wort, sie war mein Kompass an jedem Ort. Ich brauchte Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, ein kleines Stück gemeinsame Wirklichkeit. Verantwortung war niemals nur Pflicht, sie war das Licht in meinem Gesicht. Als Vater wollte ich einfach nur da sein, nicht perfekt – nur ehrlich und niemals allein. Refrain Wenn ihr nur meine Wut erkennt, habt ihr mein Herz nie wirklich gekannt. Denn hinter jedem lauten Wort liegt ein Vater, der sein Kind niemals verlor. Ich kämpf nicht gegen Menschen, ich kämpf gegen die Dunkelheit. Für Liebe. Für Hoffnung. Für unsere gemeinsame Zeit. Strophe 5 Ja, dunkle Gedanken kamen in schweren Stunden, doch niemals haben sie mein Handeln überwunden. Zwischen Gefühl und Tat lag immer ein Schritt, und den ging ich nie – ich nahm die Verantwortung mit. Denn mein Kind war größer als jeder Moment, größer als alles, was das Leben von mir trennt. Selbst wenn mein Herz manchmal in Scherben lag, blieb ich der Vater, der Verantwortung tragen mag. Strophe 6 Vielleicht war diese Last zu groß für einen allein, vielleicht musste ich lernen, nicht immer stark zu sein. Nicht jede Wunde heilt durch Schweigen, manchmal muss auch Stärke Tränen zeigen. Heute such ich keinen Sieger mehr im Streit, sondern Frieden, Stabilität und Menschlichkeit. Ich will mein Leben Stück für Stück zurückgewinnen, ohne Hass – weil Liebe stärker ist als das Ringen. Finale Ich bin nicht der Mann, den manche in meiner Wut erkennen. Ich bin der Vater, der trotz allem niemals aufgehört hat zu brennen. Gezeichnet von Jahren, aber nicht gebrochen. Enttäuscht, doch nicht ohne Hoffnung. Denn solange mein Herz noch schlägt, wird es immer nur eine Richtung kennen: Nicht Vergeltung. Nicht Hass. Sondern den Weg zurück zu meinem Kind.

